Sturm, Schnee und Extremwetter
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Stürme, Schnee und Extremwettermanagement für Universitäten
Stürme, Schneefall und extreme Wetterlagen können den sicheren und geordneten Betrieb einer Universität erheblich beeinträchtigen. Das Facility Management stellt sicher, dass Gebäude, Verkehrsflächen, Außenanlagen und technische Systeme durch vorausschauende Vorbereitung, klare Zuständigkeiten und schnelle Reaktionsmaßnahmen geschützt und möglichst funktionsfähig bleiben.
Temperaturgeführte Logistik sicher steuern
- Ziele und Geltungsbereich
- Risikobewertung und Wettervorsorge
- Verkehrssicherheitsmanagement
- Dachlasten und Gebäudesicherheit
- Baumbestand und Außenflächenmanagement
- Winterdiensteinsätze
- Campus-Schließungen und Zugangsbeschränkungen
- Nutzerkommunikation und Informationsmanagement
- Dokumentation und Nachbereitung
Ziele
Das Ziel des Extremwettermanagements besteht darin, Personen zu schützen, Schäden an Gebäuden und Infrastruktur zu vermeiden und den Universitätsbetrieb so lange wie möglich sicher aufrechtzuerhalten. Facility Management muss hierfür präventive, operative und dokumentierende Maßnahmen miteinander verbinden.
Die wesentlichen Ziele sind:
Schutz von Studierenden, Beschäftigten, Besuchern und Dienstleistungspersonal
Sicherstellung eines möglichst störungsarmen Universitätsbetriebs
Reduzierung von Risiken durch Sturm, Schnee, Eis und extreme Wetterereignisse
Schnelle Reaktion auf Gefahrenstellen, Schäden und Betriebsunterbrechungen
Klare Kommunikations-, Entscheidungs- und Eskalationswege
Unterstützung einer sicheren Wiederaufnahme des Betriebs nach Wetterereignissen
Geltungsbereich
Der Geltungsbereich umfasst alle Flächen, Gebäude und technischen Systeme, die durch extreme Wetterlagen beeinträchtigt werden können. Dazu zählen sowohl öffentlich zugängliche Bereiche als auch betriebsrelevante Anlagen, die für Sicherheit, Versorgung und Mobilität auf dem Campus erforderlich sind.
| Betriebsbereich | Beispiele |
|---|---|
| Campusinfrastruktur | Dächer, Fassaden, Straßen, Wege, Entwässerungsanlagen |
| Außenanlagen | Grünflächen, Parkplätze, Sportflächen, Aufenthaltsbereiche |
| Technische Systeme | Stromversorgung, Beleuchtung, Drainage, Notstromversorgung |
| Mobilitätsflächen | Feuerwehrzufahrten, Rettungswege, Fußgängerzonen, Rampen |
| Nutzereinrichtungen | Eingänge, Hörsäle, Bibliotheken, Mensen, Servicebereiche |
Wetterbedingte Risiken
Extreme Wetterereignisse können kurzfristig auftreten und mehrere Betriebsbereiche gleichzeitig betreffen. Facility Management muss daher Risiken frühzeitig erkennen, bewerten und geeignete Gegenmaßnahmen vorbereiten.
Zu den typischen wetterbedingten Risiken gehören:
Sturmschäden an Gebäuden, Bäumen, Schildern und Außenanlagen
Schneeansammlungen auf Dächern, Wegen und Parkflächen
Glättebildung durch Eis, Schneematsch oder überfrierende Nässe
Herabfallende Äste, umstürzende Bäume und blockierte Verkehrswege
Überlastung von Dachkonstruktionen durch Schnee- und Eislasten
Einschränkungen der Erreichbarkeit von Gebäuden und Rettungswegen
Ausfälle technischer Systeme durch Kälte, Wasser, Wind oder Stromunterbrechungen
Campus-Risikoanalyse
Eine Campus-Risikoanalyse dient dazu, besonders gefährdete Bereiche vor Beginn der Sturm- oder Wintersaison zu identifizieren. Die Analyse sollte gebäudespezifische, flächenbezogene und nutzungsabhängige Risiken berücksichtigen.
| Risikobereich | Mögliche Auswirkung |
|---|---|
| Dachkonstruktionen | Überlastung, Undichtigkeiten, Vereisung von Abläufen |
| Verkehrsflächen | Rutschgefahr, Unfälle, eingeschränkte Erreichbarkeit |
| Bäume und Vegetation | Astbruch, blockierte Wege, Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen |
| Außenmobiliar und Ausstattung | Wegfliegen loser Gegenstände, Beschädigungen, Stolperstellen |
| Gebäudeeingänge | Eisbildung, Wasseransammlung, unsicherer Zugang |
| Technische Außenanlagen | Ausfall von Beleuchtung, Schranken, Pumpen oder Entwässerungssystemen |
Vorsorgemaßnahmen
Die Wettervorsorge muss saisonal geplant und regelmäßig überprüft werden. Entscheidend ist, dass Zuständigkeiten, Materialverfügbarkeit und Reaktionsketten vor Eintritt eines Ereignisses festgelegt sind.
Wichtige Vorsorgemaßnahmen sind:
Durchführung saisonaler Begehungen vor Winter- und Sturmperioden
Kontrolle von Dächern, Abläufen, Fassaden, Bäumen, Wegen und Beleuchtung
Erstellung klarer Alarmierungs-, Eskalations- und Einsatzpläne
Abstimmung mit Sicherheitsdienst, Hochschulleitung und externen Dienstleistern
Bereitstellung von Streumaterial, Schneeräumgeräten, Absperrmaterial und Warnschildern
Festlegung von Bereitschafts- und Reaktionsteams für kritische Wetterlagen
Regelmäßige Prüfung der Kommunikationswege für Notfälle und Betriebsinformationen
Ziele der Verkehrssicherheit
Das Verkehrssicherheitsmanagement stellt sicher, dass sich Personen und Fahrzeuge auf dem Campus auch bei schwierigen Wetterbedingungen möglichst sicher bewegen können. Priorität haben Rettungswege, Haupteingänge, stark frequentierte Wege und Bereiche mit erhöhter Rutsch- oder Unfallgefahr.
Die Ziele sind:
Sichere Wegeführung für Fußgänger, Radfahrer und Fahrzeuge
Freihaltung von Rettungswegen und Feuerwehrzufahrten
Vermeidung von Unfällen durch Schnee, Eis, Wasseransammlungen und Sturmschäden
Schnelle Kennzeichnung und Beseitigung von Gefahrenstellen
Reduzierung von Betriebsunterbrechungen durch blockierte oder unsichere Verkehrsflächen
Prioritäre Sicherheitsbereiche
Facility Management sollte Verkehrsflächen nach Bedeutung und Nutzung priorisieren. Bereiche mit hohem Personenaufkommen oder sicherheitskritischer Funktion sind vorrangig zu kontrollieren und zu sichern.
| Bereichstyp | Erforderliche Maßnahmen |
|---|---|
| Hauptwege | Schneeräumung, Streuen, regelmäßige Kontrolle |
| Gebäudeeingänge | Eisvermeidung, Mattenmanagement, Entwässerungskontrolle |
| Parkflächen | Schneeräumung, Markierung von Gefahrenstellen, Sicherung der Zufahrten |
| Rettungswege | Permanente Freihaltung und schnelle Nachkontrolle |
| Treppen und Rampen | Rutschhemmende Behandlung, engmaschige Überwachung |
| Übergänge und Kreuzungsbereiche | Sichtfreihaltung, Absperrung gefährlicher Zonen |
Operative Kontrollen
Während und nach einem Wetterereignis sind regelmäßige Kontrollen erforderlich. Die Häufigkeit der Kontrollen richtet sich nach Wetterintensität, Flächennutzung und Gefahrenlage.
Zu den operativen Kontrollen gehören:
Sichtprüfung von Wegen, Treppen, Rampen, Eingängen und Parkflächen
Unverzügliche Entfernung von Schnee, Eis, Ästen, Laub und losen Gegenständen
Nachstreuen bei erneuter Glättebildung
Aufstellen von Warnschildern, Absperrungen und Umleitungen
Dokumentation festgestellter Gefahren und durchgeführter Maßnahmen
Laufende Abstimmung mit Sicherheitsdienst und Einsatzteams bei akuten Gefahren
Risiken durch Dachlasten
Schnee- und Eislasten können insbesondere bei älteren Gebäuden, Flachdächern, Leichtbaukonstruktionen und Dachbereichen mit schlechter Entwässerung kritisch werden. Zusätzlich können blockierte Abläufe zu Wasserrückstau, Undichtigkeiten und Folgeschäden führen.
Wesentliche Risiken sind:
Übermäßige Schneeansammlung auf Dachflächen
Eisbildung an Dachrändern, Rinnen und Abläufen
Strukturelle Belastung durch nassen Schnee oder gefrorene Schichten
Wassereintritt durch verstopfte oder vereiste Entwässerung
Herabfallende Eiszapfen oder Schneemassen an Gebäudekanten
Einschränkungen technischer Anlagen auf dem Dach, zum Beispiel Lüftungs- oder Solaranlagen
Verfahren zur Dachüberwachung
Die Dachüberwachung muss besonders bei anhaltendem Schneefall, Tauwetter und wiederholtem Gefrieren erfolgen. Begehungen dürfen nur unter sicheren Bedingungen und durch qualifiziertes Personal durchgeführt werden.
| Überwachungselement | Kontrollaktivität |
|---|---|
| Schneehöhe | Bewertung der Schneemenge und möglicher Lastentwicklung |
| Entwässerungssysteme | Kontrolle auf Verstopfung, Vereisung und Rückstau |
| Tragwerkszustand | Beobachtung von Verformungen, Rissen oder ungewöhnlichen Geräuschen |
| Dachränder | Prüfung auf Eiszapfen, Schneeverwehungen und Absturzgefahren |
| Dachaufbauten | Kontrolle von Lüftungsanlagen, Oberlichtern, Antennen und Solaranlagen |
Präventive und korrigierende Maßnahmen
Maßnahmen an Dächern müssen kontrolliert, sicher und unter Berücksichtigung der Gebäudestatik erfolgen. Unkoordinierte Schneeräumung kann zusätzliche Risiken verursachen.
Geeignete Maßnahmen sind:
Regelmäßige Dachinspektionen während kritischer Wetterphasen
Freihaltung von Abläufen, Rinnen und Notentwässerungen
Kontrollierte Schneeräumung durch geschulte Fachkräfte
Absperrung von Bereichen unter gefährdeten Dachkanten
Entfernung von Eiszapfen und losen Schneemassen, sofern gefahrlos möglich
Einbindung von Statikern oder Fachplanern bei Verdacht auf Überlastung
Sofortige Meldung von Leckagen, Verformungen oder strukturellen Auffälligkeiten
Wetterrisiken im Zusammenhang mit Bäumen
Bäume und große Vegetationsflächen sind bei Sturm, Schneelast und aufgeweichten Böden besonders zu beachten. Schäden können Personen gefährden, Verkehrswege blockieren und Gebäude oder technische Anlagen beschädigen.
Typische Risiken sind:
Astbruch bei Sturm, Nassschnee oder Vereisung
Umstürzende Bäume durch Winddruck oder geschwächte Wurzeln
Blockierte Straßen, Wege, Eingänge und Rettungszufahrten
Beschädigungen an Fassaden, Dächern, Fahrzeugen, Leuchten und Leitungen
Erhöhte Gefahr durch bereits vorgeschädigte oder kranke Bäume
Baumkontrolle und Pflege
Die Baumkontrolle sollte regelmäßig und zusätzlich nach starken Wetterereignissen erfolgen. Sichtbare Schäden sind zu bewerten und bei Bedarf durch qualifizierte Baumpflegeunternehmen zu beheben.
| Kontrollbereich | Erforderliche Maßnahme |
|---|---|
| Stand- und Bruchsicherheit | Prüfung auf Schiefstand, Risse, Bruchstellen und Instabilität |
| Totholz | Entfernung loser oder abgestorbener Äste |
| Wurzelsysteme | Kontrolle von Bodenhebung, Ausspülung oder aufgeweichtem Untergrund |
| Bäume in Gebäudenähe | Rückschnitt, Kronenpflege und Freihaltung gefährdeter Bereiche |
| Bäume an Wegen und Parkplätzen | Priorisierte Kontrolle wegen erhöhter Personen- und Fahrzeugfrequenz |
Schutz von Außenflächen
Außenflächen müssen vor und nach extremen Wetterlagen gesichert werden. Bewegliche Gegenstände und temporäre Einrichtungen stellen bei Wind oder Schnee ein besonderes Risiko dar.
Wichtige Schutzmaßnahmen sind:
Sicherung oder Entfernung von Außenmöbeln, mobilen Schildern und Abfallbehältern
Kontrolle von Fahrradständern, Sonnenschirmen, Zelten und temporären Aufbauten
Absperrung von Bereichen mit erhöhtem Risiko durch Bäume, Dachkanten oder lose Bauteile
Entfernung von Sturmbruch, Laub, Schnee und sonstigen Hindernissen
Schutz und Kontrolle von Außenbeleuchtung, Wegweisung und Campusbeschilderung
Wiederherstellung sicherer Wegeführungen nach dem Ereignis
Organisation des Winterdienstes
Der Winterdienst muss vor Beginn der Wintersaison organisatorisch vorbereitet werden. Dazu gehören klare Zuständigkeiten, definierte Einsatzzeiten, verfügbare Ausrüstung und ein abgestimmter Ablauf zwischen internen Teams und externen Dienstleistern.
Erforderliche organisatorische Maßnahmen sind:
Festlegung der Verantwortlichen für Einsatzleitung, Kontrolle und Dokumentation
Definition der zu räumenden und zu streuenden Flächen
Abstimmung mit Reinigungsdiensten, Hausmeistern, Sicherheitsdienst und Fremdfirmen
Bereitstellung von Räumfahrzeugen, Streugeräten, Handwerkzeugen und Streumaterial
Einrichtung von Bereitschaftsregelungen bei Nacht, am Wochenende und an Feiertagen
Prüfung der Materiallager und Nachbestellprozesse
Priorisierung der Leistungen
Nicht alle Flächen können bei starkem Schneefall gleichzeitig bearbeitet werden. Deshalb ist eine klare Priorisierung erforderlich, die sich an Sicherheit, Nutzungsfrequenz und betrieblicher Bedeutung orientiert.
| Prioritätsstufe | Flächenbeispiele |
|---|---|
| Hohe Priorität | Rettungswege, Feuerwehrzufahrten, Haupteingänge, zentrale Hauptwege |
| Mittlere Priorität | Nebenwege, Parkplätze, Lieferzonen, Fahrradbereiche |
| Niedrigere Priorität | Freizeitflächen, wenig genutzte Außenbereiche, untergeordnete Verbindungswege |
Operative Tätigkeiten
Winterdiensteinsätze müssen wetterabhängig, nachvollziehbar und wiederholbar durchgeführt werden. Nach starkem Schneefall oder erneuter Glättebildung sind Nacharbeiten erforderlich.
Zu den operativen Tätigkeiten gehören:
Räumung von Schnee auf Wegen, Zufahrten, Eingängen und Treppen
Beseitigung von Eis und verdichtetem Schnee
Ausbringung geeigneter Streu- oder Auftaumittel
Kontrolle von Oberflächenzustand, Wasserablauf und erneuter Glättebildung
Nachräumung bei anhaltendem Schneefall
Dokumentation von Einsatzzeit, bearbeiteten Flächen, Materialeinsatz und Besonderheiten
Entscheidungskriterien für Schließungen
Campus-Schließungen oder Zugangsbeschränkungen sind zu prüfen, wenn sichere Nutzung, Erreichbarkeit oder Gebäudestabilität nicht mehr gewährleistet werden können. Die Entscheidung muss nachvollziehbar, abgestimmt und lageabhängig erfolgen.
Wichtige Kriterien sind:
Offizielle Unwetterwarnungen oder extreme Wetterprognosen
Unpassierbare oder unsichere Verkehrsflächen
Gefährdung durch Dachlasten, Eiszapfen, herabfallende Bauteile oder Bäume
Ausfall kritischer technischer Systeme
Eingeschränkte Erreichbarkeit für Rettungsdienste
Erhebliche Risiken für Studierende, Beschäftigte, Besucher und Dienstleister
Gefährdung der betrieblichen Kontinuität
Arten von Einschränkungen
Zugangsbeschränkungen können je nach Gefahrenlage räumlich und zeitlich begrenzt oder campusweit erforderlich sein. Ziel ist es, Risiken gezielt zu reduzieren und notwendige Betriebsbereiche nur dann zu schließen, wenn dies erforderlich ist.
| Einschränkungsart | Anwendung |
|---|---|
| Teilschließung | Einzelne Gebäude, Wege, Parkflächen oder Außenbereiche |
| Vollständige Campus-Schließung | Akute oder großflächige Extremwetterlage |
| Eingeschränkter Zugang | Gefährliche Routen, Dachrandbereiche, technische Betriebsräume |
| Aussetzung von Veranstaltungen | Outdoor-Veranstaltungen, Sportangebote oder risikoreiche Aktivitäten |
| Temporäre Umleitung | Ersatzwege bei blockierten oder unsicheren Verkehrsflächen |
Koordination und Entscheidungsfindung
Die Entscheidungsfindung muss in enger Abstimmung zwischen Facility Management, Hochschulleitung, Sicherheitsorganisation und gegebenenfalls Behörden erfolgen. Während eines laufenden Ereignisses ist die Lage regelmäßig neu zu bewerten.
Erforderliche Schritte sind:
Bewertung der aktuellen Wetter-, Sicherheits- und Betriebslage
Abstimmung mit Hochschulleitung, Krisenstab oder Sicherheitsmanagement
Einbindung von Feuerwehr, Polizei oder kommunalen Stellen bei Bedarf
Dokumentation der Entscheidung, Begründung und umgesetzten Maßnahmen
Klare Festlegung von Sperrbereichen, Zugangsregelungen und Zuständigkeiten
Laufende Neubewertung bis zur sicheren Wiederfreigabe betroffener Bereiche
Kommunikationsziele
Eine klare und rechtzeitige Kommunikation reduziert Unsicherheit und unterstützt sicheres Verhalten auf dem Campus. Informationen müssen sachlich, eindeutig und über geeignete Kanäle verbreitet werden.
Die Kommunikationsziele sind:
Frühzeitige Information über wetterbedingte Gefahren und Einschränkungen
Bekanntgabe von Schließungen, Sperrungen und geänderten Zugängen
Unterstützung sicherer Verhaltensweisen bei Studierenden, Beschäftigten und Besuchern
Vermeidung widersprüchlicher Informationen
Bereitstellung von Kontaktstellen für Rückfragen und Notfälle
Kommunikationskanäle
Mehrere Kommunikationskanäle sollten parallel genutzt werden, damit unterschiedliche Nutzergruppen zuverlässig erreicht werden. Kritische Warnungen müssen besonders schnell und eindeutig erfolgen.
| Kanal | Zweck |
|---|---|
| E-Mail-Benachrichtigungen | Offizielle Informationen zu Betrieb, Zugang und Sicherheit |
| Universitätswebsite | Zentrale Plattform für aktuelle Statusmeldungen |
| Mobile Warnmeldungen | Sofortige Hinweise bei akuten Gefahren oder Schließungen |
| Digitale Beschilderung | Vor-Ort-Hinweise an Eingängen, Foyers und Hauptwegen |
| Soziale Medien | Öffentliche Kurzmeldungen und Aktualisierungen |
| Sicherheitsdienst und Empfang | Direkte Auskunft und Steuerung vor Ort |
Kommunikationsinhalte
Die Inhalte müssen konkret, handlungsorientiert und aktuell sein. Jede Meldung sollte klar beschreiben, was betroffen ist, welche Maßnahmen gelten und wo weitere Informationen erhältlich sind.
Geeignete Inhalte sind:
Wetterwarnungen und erwartete Auswirkungen auf den Campus
Schließungen von Gebäuden, Wegen, Parkflächen oder Außenbereichen
Sicherheitsanweisungen, zum Beispiel Meidung bestimmter Zonen
Änderungen bei Zugängen, Verkehrsführung und Transportmöglichkeiten
Hinweise zu ausgefallenen Veranstaltungen oder geänderten Öffnungszeiten
Notfallkontakte, Servicekontakte und Meldewege für Gefahrenstellen
Aktualisierungen zur Wiederfreigabe von Bereichen nach Kontrolle
Betriebliche Dokumentation
Eine sorgfältige Dokumentation ist erforderlich, um Maßnahmen nachvollziehbar zu machen, Haftungsrisiken zu reduzieren und künftige Einsätze zu verbessern. Sie sollte zeitnah, vollständig und einheitlich erfolgen.
Zu dokumentieren sind:
Wetterereignisse, Warnstufen und relevante Zeitpunkte
Kontrollgänge, Feststellungen und Gefahrenstellen
Durchgeführte Räum-, Streu-, Sicherungs- und Reparaturmaßnahmen
Eingesetztes Personal, Dienstleister, Fahrzeuge und Materialien
Schäden an Gebäuden, Außenanlagen, Bäumen und technischen Systemen
Unfälle, Beinaheereignisse und Nutzerhinweise
Entscheidungen zu Sperrungen, Schließungen und Wiederfreigaben
Bewertung nach dem Ereignis
Nach einem Extremwetterereignis sollte eine strukturierte Bewertung durchgeführt werden. Ziel ist es, Stärken und Schwachstellen im Vorgehen zu erkennen und konkrete Verbesserungen abzuleiten.
| Bewertungsbereich | Prüfschwerpunkt |
|---|---|
| Sicherheitsleistung | Analyse von Unfällen, Gefahrenstellen und Korrekturmaßnahmen |
| Operative Reaktion | Wirksamkeit von Räumung, Sicherung, Absperrung und Reparatur |
| Kommunikation | Rechtzeitigkeit, Verständlichkeit und Reichweite der Informationen |
| Ressourcenmanagement | Verfügbarkeit von Personal, Material, Fahrzeugen und Dienstleistern |
| Entscheidungsprozesse | Klarheit von Zuständigkeiten, Eskalation und Freigaben |
Kontinuierliche Verbesserung
Die Erkenntnisse aus der Nachbereitung müssen in die künftige Planung einfließen. Dadurch wird die Wetterresilienz der Universität schrittweise verbessert.
Wichtige Verbesserungsmaßnahmen sind:
Aktualisierung von Notfall-, Winterdienst- und Eskalationsplänen
Anpassung von Prioritätenlisten für Wege, Gebäude und Außenbereiche
Verbesserung der Inspektionsintervalle und Kontrollroutinen
Ergänzung von Materialbeständen und Einsatzmitteln
Schulung von Mitarbeitenden zu Wetterrisiken, Dokumentation und Kommunikation
Stärkere Abstimmung mit Dienstleistern, Sicherheitsorganisation und Hochschulleitung
Technische Verbesserungen an Entwässerung, Beleuchtung, Beschilderung und Zugangssteuerung
