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Barrierefreie Wegeketten

Facility Management: Hochschulen » IFM » Mobilität und Erreichbarkeit » Barrierefreie Wegeketten

Barrierefreie Wegeketten für uneingeschränkte Mobilität auf dem Campus

Barrierefreie Wegeketten für Universitäten

Barrierefreie Wegeketten stellen sicher, dass Studierende, Mitarbeitende, Besucherinnen und Besucher sowie Dienstleister sich sicher, selbstständig und ohne vermeidbare Hindernisse über den Campus bewegen können. Im Facility Management umfasst dies die Planung, den Betrieb, die Instandhaltung und die regelmäßige Kontrolle von Wegen, Eingängen, Aufzügen, Rampen, Leitsystemen, Beleuchtung und Orientierungsangeboten.

Barrierefreie Wegeketten im Hochschulcampus

Zweck der barrierefreien Zugänglichkeit

Barrierefreie Zugänglichkeit ermöglicht allen Nutzergruppen eine gleichwertige Teilnahme am universitären Alltag. Wegeketten müssen so organisiert sein, dass Gebäude, Außenanlagen, Servicebereiche, Hörsäle, Bibliotheken, Mensen, Verwaltungsstellen und Veranstaltungsorte ohne unnötige Unterbrechungen erreichbar sind.

Wichtige Ziele sind:

  • Sicherstellung eines gleichberechtigten Campuszugangs für alle Nutzerinnen und Nutzer

  • Unterstützung selbstständiger Bewegung zwischen Gebäuden und Einrichtungen

  • Vermeidung physischer, sensorischer und organisatorischer Barrieren

  • Verbesserung der Erreichbarkeit von Lehr-, Forschungs-, Verwaltungs- und Servicebereichen

  • Reduzierung von Sicherheitsrisiken durch klar geführte und gut instand gehaltene Wege

Planung barrierefreier Routen

Eine barrierefreie Route muss durchgängig, sicher, verständlich und im Betrieb zuverlässig nutzbar sein. Facility Management sollte diese Wege nicht nur aus baulicher Sicht betrachten, sondern auch aus Sicht der täglichen Nutzung, Reinigung, Wartung und Störungsbeseitigung.

Element der Barrierefreiheit

Schwerpunkt im Facility Management

Durchgängige Wege

Unterbrechungsfreie Verbindung zwischen Gebäuden, Außenbereichen und Services

Stufenloser Zugang

Vermeidung von Treppen, Schwellen und Niveauunterschieden auf Hauptwegen

Oberflächenqualität

Feste, rutschhemmende, ebene und gut entwässerte Wegeflächen

Wegbreite

Ausreichende Bewegungsflächen für Rollstühle, Gehhilfen und Begegnungsverkehr

Barrierefreie Eingänge

Gut erreichbare Türen, klare Übergänge und hindernisfreie Vorzonen

Bei der Routenplanung sind Hauptwege, Nebenwege und Ausweichrouten eindeutig festzulegen. Besonders wichtig sind Verbindungen zwischen ÖPNV-Haltestellen, Parkplätzen, Haupteingängen, Aufzügen, Servicepunkten und häufig genutzten Lehrbereichen.

Betriebliche Anforderungen an die Barrierefreiheit

Barrierefreiheit muss im laufenden Betrieb aktiv gesichert werden. Ein baulich geeigneter Weg verliert seinen Nutzen, wenn er durch abgestellte Fahrräder, Liefermaterial, Schnee, defekte Türen oder unzureichende Beleuchtung blockiert ist.

Facility Management sollte folgende Maßnahmen fest in den Betrieb integrieren:

  • Regelmäßige Begehung und Kontrolle barrierefreier Routen

  • Instandhaltung von Wegen, Rampen, Türen, Aufzügen und Leitsystemen

  • Sofortige Entfernung temporärer Hindernisse

  • Prüfung barrierefreier Wege während Bau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen

  • Festlegung klarer Zuständigkeiten für Störungsmeldung und Mängelbeseitigung

Funktionale Anforderungen

Leitsysteme unterstützen Orientierung, Navigation und selbstständige Bewegung auf dem Campus. Sie müssen eindeutig, konsistent, gut sichtbar und für verschiedene Nutzergruppen verständlich sein. Ein funktionierendes Leitsystem reduziert Suchverkehr, verbessert die Aufenthaltsqualität und unterstützt sichere Bewegungsabläufe.

Für Universitäten ist besonders wichtig, dass Leitsysteme auch bei komplexen Gebäudestrukturen, mehreren Eingängen, unterschiedlichen Ebenen und weitläufigen Außenanlagen zuverlässig funktionieren.



Komponenten von Leitsystemen

Komponente des Leitsystems

Zweck

Richtungsbeschilderung

Führung zu Gebäuden, Eingängen, Aufzügen, Services und Veranstaltungsräumen

Gebäudekennzeichnung

Klare Identifikation von Gebäuden, Eingängen und Funktionsbereichen

Taktile Leitelemente

Unterstützung für sehbeeinträchtigte und blinde Personen

Kontrastmarkierungen

Bessere Erkennbarkeit von Kanten, Türen, Glasflächen und Richtungsinformationen

Informationstafeln

Übersicht über Campus, Gebäude, Wege und zentrale Einrichtungen

Leitsysteme sollten an Entscheidungspunkten platziert werden, zum Beispiel an Eingängen, Kreuzungen, Aufzugsvorräumen, Treppenhäusern, Haltestellen und zentralen Plätzen. Die Informationen müssen lesbar, aktuell und logisch angeordnet sein.

Verantwortlichkeiten des Facility Managements

Facility Management ist für den funktionsfähigen Betrieb und die Aktualität der Leitsysteme verantwortlich. Dazu gehört nicht nur die Beschaffung und Montage von Schildern, sondern auch die laufende Qualitätskontrolle.

Zentrale Aufgaben sind:

  • Standardisierung von Beschilderung, Symbolen, Farben und Bezeichnungen

  • Sicherstellung sichtbarer, sauberer und lesbarer Informationen

  • Aktualisierung von Informationen bei Nutzungsänderungen, Umzügen oder Baustellen

  • Koordination temporärer Wegführungen während Wartungs- und Bauarbeiten

  • ntegration von Barrierefreiheitsanforderungen in digitale und analoge Navigationssysteme

Bedeutung von Aufzugssystemen

Aufzüge ermöglichen barrierefreie vertikale Erschließung in mehrgeschossigen Universitätsgebäuden. Sie sind wesentlich für Personen mit Rollstuhl, Gehhilfen, Kinderwagen, temporären Verletzungen oder Transportbedarf. Fällt ein Aufzug aus, kann dies ganze Gebäudebereiche unzugänglich machen. Facility Management muss Aufzüge daher als kritische Infrastruktur behandeln und deren Verfügbarkeit, Sicherheit und Verständlichkeit im Betrieb sicherstellen.

Anforderungen an barrierefreie Aufzüge

Anforderungsbereich

Betriebliche Anforderung

Kabinengröße

Ausreichender Platz für Rollstühle und Begleitpersonen

Bedienelemente

Gut erreichbare, verständliche und eindeutig beschriftete Steuerung

Akustische Signale

Ansagen, Warnhinweise und Etageninformationen für die Orientierung

Visuelle Anzeigen

Klare Etagenanzeigen, Betriebszustände und Störmeldungen

Zugang zum Aufzug

Stufenfreie, gut beleuchtete und hindernisfreie Aufzugsvorzonen

Zusätzlich sollten Aufzüge leicht auffindbar sein. Die Wege zu Aufzügen müssen durch Beschilderung, gute Beleuchtung und klare Raumorganisation unterstützt werden.

Aufzugsmanagement und Wartung

Ein verlässliches Aufzugsmanagement reduziert Ausfälle, verkürzt Störungszeiten und verbessert die Sicherheit. Wartung, Prüfung und Störungsbearbeitung müssen klar organisiert sein.

Wichtige Maßnahmen sind:

  • Planung vorbeugender Wartungen außerhalb stark frequentierter Zeiten

  • Schnelle Reaktion bei Betriebsstörungen und eingeschlossenen Personen

  • Regelmäßige Sicherheitsprüfungen und Funktionskontrollen

  • Dokumentation von Störungen, Reparaturen und wiederkehrenden Mängeln

  • Klare Kommunikation bei Ausfällen, einschließlich barrierefreier Alternativrouten

  • Priorisierung von Aufzügen in Gebäuden mit hoher Publikumsfrequenz

Funktionale Rolle von Rampen

Rampen stellen eine barrierefreie Alternative zu Treppen dar und sichern die Nutzbarkeit von Eingängen, Übergängen, Außenanlagen und Niveauunterschieden. Sie sind besonders wichtig dort, wo bauliche Höhenunterschiede nicht vollständig vermieden werden können. Eine Rampe erfüllt ihren Zweck nur dann, wenn sie sicher begeh- und befahrbar, gut erreichbar und dauerhaft frei von Hindernissen ist.

Planungsanforderungen an Rampen:

Planungselement

FM-Betrachtung

Steigung

Sicher, kontrollierbar und für verschiedene Nutzergruppen handhabbar

Oberfläche

Rutschhemmend, eben, witterungsbeständig und gut entwässert

Handläufe

Unterstützung, Stabilität und sichere Führung

Podeste

Ruhe-, Wende- und Ausweichflächen an geeigneten Stellen

Radabweiser und Kanten

Schutz vor unbeabsichtigtem seitlichem Abrutschen

Rampen sollten direkt in die Hauptwegeführung eingebunden sein. Umwege oder schlecht auffindbare Nebeneingänge sind zu vermeiden, da sie die Gleichwertigkeit des Zugangs beeinträchtigen.

Betriebliches Management

Rampen sind regelmäßig zu kontrollieren, da ihre Nutzbarkeit stark durch Witterung, Verschmutzung und Abnutzung beeinflusst wird.

Facility Management sollte folgende Maßnahmen durchführen:

  • Regelmäßige bauliche und sicherheitstechnische Inspektionen

  • Reinigung von Laub, Schmutz, Streugut und anderen Ablagerungen

  • Schnee- und Eisräumung mit hoher Priorität

  • Entfernung abgestellter Gegenstände, Fahrräder oder Liefermaterialien

  • Reparatur beschädigter Oberflächen, Handläufe, Kanten und Entwässerungen

Bedeutung der Beleuchtung für Barrierefreiheit

Gute Beleuchtung verbessert Sicherheit, Orientierung und Aufenthaltsqualität. Sie hilft, Höhenunterschiede, Wegeführungen, Eingänge, Rampen, Beschilderungen und potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen. Für barrierefreie Wegeketten ist Beleuchtung nicht nur ein Komfortmerkmal, sondern ein wesentlicher Bestandteil der sicheren Nutzung.

Anforderungen an die Beleuchtung

Beleuchtungsbereich

Betriebliches Ziel

Wegeflächen

Sichere Bewegung von Fußgängerinnen und Fußgängern

Rampen und Zugänge

Erkennbarkeit von Steigungen, Kanten und Eingangszonen

Aufzugseingänge

Klare Orientierung und sichere Nutzung

Beschilderungsbereiche

Gute Lesbarkeit von Informationen

Außenflächen

Sicherheit bei Dunkelheit, schlechtem Wetter und geringer Sicht

Beleuchtung sollte gleichmäßig, blendarm und ausreichend hell sein. Besonders wichtig sind Übergänge zwischen Innen- und Außenbereichen, Kreuzungspunkte, Treppen- und Rampenbereiche sowie Haltestellen und Parkplätze.

Aufgaben des Facility Managements

Facility Management muss die Beleuchtung regelmäßig prüfen und an die tatsächliche Nutzung anpassen. Dabei sind Sicherheit, Energieeffizienz und Betriebszuverlässigkeit gemeinsam zu betrachten.

Wichtige Aufgaben sind:

  • Kontrolle der Beleuchtungsstärke und Ausleuchtung kritischer Bereiche

  • Austausch defekter Leuchtmittel, Sensoren und Steuerungselemente

  • Prüfung von Schaltzeiten, Bewegungsmeldern und Dämmerungssensoren

  • Energieeffizienter Betrieb durch geeignete Steuerung und moderne Technik

  • Abstimmung von Sicherheits- und Notbeleuchtung mit den Flucht- und Rettungswegen

Ziele der Orientierung

Eine gute Orientierung hilft Nutzerinnen und Nutzern, ihr Ziel ohne unnötige Umwege, Unsicherheit oder fremde Hilfe zu erreichen. Auf Universitätscampus mit vielen Gebäuden, Fachbereichen, Veranstaltungsorten und wechselnden Raumnutzungen ist eine klare Wegfindung besonders wichtig.

Ziele sind:

  • Vereinfachung der Navigation auf dem Campus

  • Reduzierung von Verwirrung in komplexen Gebäuden und Außenanlagen

  • Unterstützung von Erstbesucherinnen, Erstbesuchern und internationalen Gästen

  • Sicherstellung durchgängiger Informationen von der Ankunft bis zum Zielort

  • Vermeidung widersprüchlicher Raum-, Gebäude- und Wegebezeichnungen

Orientierungssysteme

Orientierungselement

Funktion

Campuspläne

Überblick über Gebäude, Wege, Eingänge und zentrale Einrichtungen

Farbcodierte Bereiche

Vereinfachte Zuordnung von Gebäuden, Ebenen oder Fachbereichen

Gebäudenummerierung

Schnellere Identifikation von Standorten

Taktile Orientierungshilfen

Unterstützung für blinde und sehbeeinträchtigte Personen

Richtungsmarkierungen

Durchgängige Führung entlang wichtiger Wegeketten

Analoge und digitale Orientierungssysteme sollten übereinstimmen. Raumbezeichnungen, Gebäudenamen, Nummern und Wegeangaben müssen in Lageplänen, Beschilderung, Webseiten, Campus-Apps und Veranstaltungsinformationen einheitlich verwendet werden.

Management temporärer Änderungen

Baustellen, Wartungen, Veranstaltungen oder Sicherheitsmaßnahmen können bestehende Wegeketten unterbrechen. Temporäre Änderungen müssen deshalb frühzeitig geplant, eindeutig kommuniziert und barrierefrei ausgeführt werden.

Erforderliche Maßnahmen sind:

  • Temporäre Beschilderung bei Bau-, Reinigungs- und Wartungsarbeiten

  • Kommunikation barrierefreier Alternativrouten

  • Kennzeichnung gesperrter Bereiche und sicherer Umleitungen

  • Prüfung der Nutzbarkeit von Ersatzwegen für Rollstühle und mobilitätseingeschränkte Personen

  • Laufende Kontrolle, ob temporäre Orientierungshilfen vollständig und verständlich bleiben

Sicherheitsziele

Barrierefreie Wege müssen unter allen üblichen Campusbedingungen sicher, nutzbar und betriebsbereit bleiben. Dazu gehören Tagesbetrieb, Abendbetrieb, Veranstaltungen, Lieferverkehr, schlechtes Wetter und saisonale Belastungen. Ziel ist es, Unfälle zu vermeiden und gleichzeitig die selbstständige Nutzung der Wege zu ermöglichen.

Häufige Sicherheitsrisiken

Risikobereich

Mögliche Auswirkung

Unebene Oberflächen

Stolper-, Sturz- und Erschütterungsrisiken

Schlechte Beleuchtung

Eingeschränkte Sicht und reduzierte Orientierung

Blockierte Wege

Eingeschränkte oder unmögliche Barrierefreiheit

Nasse oder rutschige Flächen

Erhöhtes Unfallrisiko

Beschädigte Barrierefreiheitsausstattung

Verminderte Nutzbarkeit von Rampen, Aufzügen oder Leitsystemen

Weitere Risiken entstehen durch Lieferverkehr, Baustellen, fehlende Winterdienste, beschädigte Bodenbeläge, nicht erkennbare Glasflächen oder schlecht platzierte Möblierung.

Maßnahmen des Sicherheitsmanagements:

Wegesicherheit erfordert eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen Facility Management, Arbeitssicherheit, Sicherheitsdienst, Reinigung, Grünpflege und technischen Diensten.

Zentrale Maßnahmen sind:

  • Regelmäßige Sicherheitsbegehungen auf Haupt- und Nebenwegen

  • Systematische Erfassung und Bewertung von Gefahrenstellen

  • Schnelle Beseitigung von Stolperstellen, Verschmutzungen und Hindernissen

  • Winterdienst und wetterbedingte Sonderkontrollen

  • Überwachung der Zugänglichkeit für Rettungs- und Einsatzkräfte

  • Einrichtung eines einfachen Meldesystems für Nutzerhinweise und Vorfälle

  • Dokumentation von Mängeln, Maßnahmen und Erledigungsfristen

Koordination der Beteiligten

Barrierefreie Wegeketten können nur funktionieren, wenn alle beteiligten Stellen abgestimmt handeln. Facility Management übernimmt dabei die operative Koordination und stellt sicher, dass Anforderungen aus Nutzung, Technik, Sicherheit und Barrierefreiheit zusammengeführt werden.

Beteiligte Stelle

Verantwortung

Facility Management

Betrieb, Instandhaltung und Koordination der Infrastruktur

Beauftragte für Barrierefreiheit

Bewertung, Monitoring und fachliche Beratung zur Barrierefreiheit

Sicherheitsmanagement

Risikobewertung, Notfallplanung und Sicherheitskontrollen

Technische Dienste

Reparaturen, Wartung und technische Funktionsfähigkeit

Externe Auftragnehmer

Spezialisierte Bau-, Wartungs- und Anpassungsarbeiten

Klare Zuständigkeiten sind besonders wichtig bei Störungen, Baustellen, Veranstaltungen und kurzfristigen Sperrungen.

Dokumentation und Regelkonformität

Dokumentation unterstützt Nachvollziehbarkeit, Qualitätssicherung und rechtssicheren Betrieb. Sie zeigt, welche Wege, Anlagen und Maßnahmen geprüft wurden und welche Mängel behoben werden müssen.

Wichtige Dokumente sind:

  • Barrierefreiheitsbegehungen und Zustandsbewertungen

  • Wartungs- und Instandhaltungsnachweise

  • Prüfprotokolle für Aufzüge, Beleuchtung, Türen und sicherheitsrelevante Anlagen

  • Mängellisten mit Verantwortlichkeiten und Fristen

  • Nachweise zur Einhaltung geltender Barrierefreiheitsvorgaben und universitärer Standards

Die Dokumentation sollte regelmäßig aktualisiert und für relevante Fachbereiche zugänglich sein.

Kontinuierliche Verbesserung

Barrierefreiheit ist eine dauerhafte Managementaufgabe. Nutzerbedürfnisse, Gebäudenutzungen, technische Möglichkeiten und rechtliche Anforderungen können sich ändern. Deshalb müssen Wegeketten regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden.

Geeignete Maßnahmen sind:

  • Auswertung von Rückmeldungen von Studierenden, Mitarbeitenden und Gästen

  • Regelmäßige Überprüfung der Campusinfrastruktur

  • Anpassung an neue Anforderungen aus Lehre, Forschung und Verwaltung

  • Priorisierung von Maßnahmen nach Risiko, Nutzerfrequenz und Dringlichkeit

  • Langfristige Einbindung der Barrierefreiheit in Campusentwicklung und Budgetplanung

Institutionelle Vorteile

Barrierefreie Wegeketten verbessern nicht nur die Zugänglichkeit, sondern auch Sicherheit, Organisation und Servicequalität der Universität. Sie zeigen, dass die Hochschule Inklusion praktisch umsetzt und den Campus für alle Nutzergruppen verlässlich gestaltet.

Nutzenbereich

Wirkung

Inklusion

Gleichberechtigter Zugang zu Lehre, Forschung, Arbeit und Service

Sicherheit

Verringerung mobilitätsbezogener Unfall- und Betriebsrisiken

Betriebseffizienz

Bessere Wegeführung, weniger Störungen und klarere Abläufe

Nutzerzufriedenheit

Verbesserte Campusnutzung für Studierende, Mitarbeitende und Gäste

Regelkonformität

Erfüllung von Barrierefreiheitsanforderungen und internen Standards

Langfristige Facility-Management-Perspektive

Aus Sicht des Facility Managements müssen barrierefreie Wegeketten dauerhaft in den Lebenszyklus der Campusinfrastruktur integriert werden. Einzelmaßnahmen reichen nicht aus, wenn sie nicht in Planung, Betrieb, Wartung und Modernisierung eingebunden sind.

Langfristige Schwerpunkte sind:

  • Nachhaltige Entwicklung barrierefreier Campusstrukturen

  • Integration in Masterplanung, Sanierungsplanung und Neubauprojekte

  • Kontinuierliche Modernisierung von Mobilitäts- und Orientierungssystemen

  • Verlässliche Budgetierung für Wartung, Anpassung und Ersatzmaßnahmen

  • Unterstützung eines inklusiven, sicheren und zukunftsfähigen Universitätsbetriebs