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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Wege, Plätze und Verkehrssicherung

Facility Management: Hochschulen » IFM » Außenanlagen, Grünflächen und Winterdienst » Verkehrssicherung

Verkehrssicherung für sichere Außenanlagen und Hochschulflächen im Betrieb

Wege, Plätze und Verkehrssicherheit für Universitäten

Wege, Plätze und Verkehrsflächen sind zentrale Bestandteile einer sicheren und funktionsfähigen Universitätsinfrastruktur. Ein professionelles Facility Management stellt sicher, dass diese Bereiche regelmäßig geprüft, instand gehalten, barrierefrei nutzbar und bei Gefahren oder Einschränkungen klar gesteuert werden.

Sichere Wege und Plätze an Universitäten

Ziele

Infografik, die das vernetzte Wegesystem eines Campus mit Fußwegen, Plätzen, Verkehrsflächen und barrierefreien Rampen für verschiedene Nutzer zeigt.

Das Management von Wegen, Plätzen und Verkehrsflächen verfolgt das Ziel, sichere Bewegungsabläufe auf dem Campus zu gewährleisten. Dies betrifft Studierende, Mitarbeitende, Besucherinnen und Besucher, Lieferdienste, Rettungskräfte und externe Dienstleister.

Die wesentlichen Ziele sind:

  • sichere Fußgänger- und Serviceverkehre auf dem gesamten Campus sicherstellen

  • funktionsfähige und barrierefreie Außenbereiche erhalten

  • Unfall-, Haftungs- und Betriebsrisiken reduzieren

  • den Zugang für Notfall- und Rettungsfahrzeuge jederzeit ermöglichen

  • klare Zuständigkeiten für Inspektion, Wartung, Reparatur und Gefahrenabwehr festlegen

  • einen verlässlichen Betriebsablauf auch bei Wartung, Bauarbeiten oder temporären Sperrungen sichern

Einbezogene Bereiche

Bereich

Beschreibung

Fußwege

Hauptwege zwischen Gebäuden, Eingängen, Parkflächen, Haltestellen und Aufenthaltsbereichen

Plätze und Vorplätze

Offene Flächen für Aufenthalt, Orientierung, Veranstaltungen und Durchgangsverkehr

Gemischt genutzte Verkehrsflächen

Bereiche, die von Fußgängern, Servicefahrzeugen, Lieferverkehr oder Einsatzfahrzeugen gemeinsam genutzt werden

Barrierefreie Wege

Rampen, stufenlose Verbindungen, taktile Leitsysteme und andere hindernisfreie Routen

Temporäre Umleitungen

Ersatzwege während Bauarbeiten, Wartung, Veranstaltungen oder Sperrungen

Das Facility Management muss diese Flächen als zusammenhängendes Verkehrssystem betrachten. Einzelne Mängel, etwa eine beschädigte Rampe oder unzureichende Beleuchtung, können die Sicherheit und Nutzbarkeit des gesamten Campusbereichs beeinträchtigen.

Oberflächenarten

Oberflächenart

Typische Anwendung

Schwerpunkt der Instandhaltung

Asphalt

Hauptwege, Zufahrten und stark genutzte Verbindungswege

Risse, Schlaglöcher, Oberflächenverschleiß

Beton

stark frequentierte Bereiche, Eingänge und Serviceflächen

unebene Platten, Fugen, Abplatzungen

Pflastersteine

Plätze, Vorplätze, Wege mit gestalterischem Anspruch

lockere, abgesenkte oder beschädigte Steine

Rutschhemmende Beläge

Rampen, Eingangsbereiche, Gefällebereiche

Griffigkeit, Abnutzung, Feuchtigkeitseinwirkung

Die Auswahl und Pflege der Oberflächen muss zur Nutzung passen. Stark frequentierte Bereiche benötigen belastbare, ebene und leicht zu reinigende Beläge. Rampen und Eingänge müssen besonders auf Rutschfestigkeit geprüft werden, da dort bei Nässe, Laub oder Frost ein erhöhtes Unfallrisiko besteht.

Inspektion und Zustandsüberwachung

Alle Geh- und Verkehrsflächen sind regelmäßig visuell zu prüfen. Die Inspektionen sollten nach festgelegten Intervallen erfolgen und zusätzlich nach Starkregen, Frostperioden, Bauarbeiten oder Veranstaltungen durchgeführt werden.

Bei der Zustandsüberwachung sind insbesondere folgende Punkte zu beachten:

  • Risse, Schlaglöcher, Kanten und Unebenheiten erfassen

  • Höhenunterschiede an Fugen, Platten und Pflasterflächen bewerten

  • Wasseransammlungen, mangelhafte Entwässerung und rutschige Stellen prüfen

  • Verschleiß durch hohe Nutzerzahlen, Lieferverkehr oder Witterung beobachten

  • Mängel dokumentieren und nach Sicherheitsrelevanz priorisieren

Die Dokumentation sollte Standort, Art des Mangels, Dringlichkeit, Fotos und empfohlene Maßnahme enthalten. So lassen sich Reparaturen nachvollziehbar planen und Verantwortlichkeiten klar zuweisen.

Instandhaltungsmaßnahmen

Die Instandhaltung muss vorbeugende und korrektive Maßnahmen kombinieren. Ziel ist es, Mängel frühzeitig zu beseitigen, bevor sie zu Unfällen oder größeren Schäden führen.

Typische Maßnahmen sind:

  • regelmäßige Reinigung von Wegen, Plätzen und Entwässerungsbereichen

  • Entfernen von Laub, Schmutz, Splitt, Schnee und anderen losen Materialien

  • Verschließen von Rissen und kleineren Oberflächenschäden

  • Austausch beschädigter Platten, Pflastersteine oder Belagselemente

  • Ausgleich von Unebenheiten und Stabilisierung abgesackter Bereiche

  • Planung vorbeugender Wartung für stark beanspruchte Flächen

Reparaturen an sicherheitskritischen Stellen müssen zeitnah erfolgen. Bis zur endgültigen Instandsetzung sind gefährliche Bereiche abzusichern, zu kennzeichnen oder umzuleiten.

Beleuchtungsmanagement

Eine zuverlässige Beleuchtung unterstützt die sichere Nutzung von Wegen, Plätzen und Eingängen bei Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen. Sie verbessert Orientierung, Sicherheitsempfinden und die Erkennbarkeit von Hindernissen.

Die Beleuchtung soll:

  • ausreichende Sicht auf Gehflächen, Stufen, Rampen und Kreuzungsbereiche ermöglichen

  • dunkle Zonen und unübersichtliche Bereiche reduzieren

  • sichere Bewegungen während Abendbetrieb, Wintermonaten und Veranstaltungen unterstützen

  • Risiken durch schlechte Sicht, Stolperstellen oder fehlende Orientierung verringern

  • Sicherheitsdienste und Notfallmaßnahmen unterstützen

Beleuchtungsanforderungen

Anforderung

Zweck

Ausreichende Beleuchtungsstärke

Sichere Erkennbarkeit von Wegen, Hindernissen und Höhenunterschieden

Gleichmäßige Ausleuchtung

Vermeidung von starken Hell-Dunkel-Kontrasten und Schattenzonen

Betriebliche Zuverlässigkeit

Kontinuierliche Nutzbarkeit der Verkehrsflächen

Energieeffizienz

Nachhaltiger Betrieb mit kontrolliertem Energieverbrauch

Beleuchtung muss auf die Nutzung des jeweiligen Bereichs abgestimmt sein. Hauptwege, Eingänge, Treppen, Rampen, Fahrradabstellplätze und Haltestellen benötigen besondere Aufmerksamkeit. Auch temporäre Umleitungen und Baustellenbereiche müssen bei Bedarf ausreichend beleuchtet werden.

Inspektion und Wartung

Das Facility Management sollte Beleuchtungsanlagen regelmäßig kontrollieren. Defekte Leuchten, verschmutzte Abdeckungen oder beschädigte Masten können die Sicherheit deutlich beeinträchtigen.

Wichtige Wartungsaufgaben sind:

  • regelmäßige Funktionsprüfung von Leuchten und Steuerungen

  • Austausch defekter Leuchtmittel oder Leuchten

  • Reinigung von Leuchten, Abdeckungen und Masten

  • Prüfung von Schaltzeiten, Bewegungsmeldern und Dämmerungssensoren

  • Erfassung und Nachverfolgung von Störungen

  • Dokumentation aller Wartungs- und Reparaturarbeiten

Störungen an sicherheitsrelevanten Standorten, zum Beispiel an Eingängen, Treppen oder stark genutzten Wegen, sind mit hoher Priorität zu bearbeiten.

Häufige Stolpergefahren

Gefahrenart

Beispiele

Oberflächenschäden

Risse, Löcher, abgesackte Beläge, hochstehende Kanten

Lose Materialien

instabile Pflastersteine, Kies, Splitt, Laub oder Schmutz

Temporäre Hindernisse

Kabel, Geräte, Absperrmaterial, Schilder, Liefergut

Witterungsbedingte Gefahren

nasses Laub, Eis, Schnee, Pfützen oder verschlammte Flächen

Stolpergefahren entstehen oft durch kleine Mängel, die im täglichen Betrieb übersehen werden. Deshalb sind systematische Kontrollen und schnelle Rückmeldungen aus der Nutzerschaft wichtig.

Gefahrenerkennung

Die Erkennung von Stolpergefahren muss strukturiert erfolgen. Besonders zu kontrollieren sind stark genutzte Hauptwege, Eingänge, Übergänge zwischen unterschiedlichen Belägen, Rampen, Treppenumfelder und Bereiche mit häufigem Lieferverkehr.

Geeignete Methoden sind:

  • geplante Sichtprüfungen durch Facility-Management- oder Sicherheitspersonal

  • Meldesysteme für Studierende, Mitarbeitende und Dienstleister

  • Sicherheitsrundgänge auf Hauptwegen und sensiblen Flächen

  • Überwachung von Bereichen mit hoher Nutzungsfrequenz

  • Auswertung von Unfall-, Beinaheunfall- und Schadensmeldungen

Meldungen sollten zentral erfasst und nach Dringlichkeit bewertet werden. So kann sichergestellt werden, dass sicherheitsrelevante Gefahren nicht im normalen Wartungsablauf untergehen.

Korrekturmaßnahmen

Sobald eine Stolpergefahr festgestellt wird, muss sie bewertet und gesichert werden. Die Maßnahme richtet sich nach dem Risiko und der Nutzungsintensität des Bereichs.

Erforderliche Maßnahmen können sein:

  • sofortige Absicherung gefährlicher Stellen

  • Aufstellen von Warnschildern, Leitkegeln oder Absperrungen

  • Entfernen loser Materialien und Hindernisse

  • kurzfristige Reparatur oder Austausch beschädigter Beläge

  • Einrichtung einer sicheren Umleitung

  • Kontrolle nach Abschluss der Maßnahme

Die Wirksamkeit der Korrekturmaßnahme muss überprüft werden. Eine Reparatur gilt erst dann als abgeschlossen, wenn die Fläche sicher nutzbar ist und keine neue Gefährdung entstanden ist.

Gründe für Sperrungen

Sperrungen von Wegen, Plätzen oder Teilflächen können aus verschiedenen betrieblichen oder sicherheitsrelevanten Gründen erforderlich sein.

Typische Gründe sind:

  • Wartungs- und Reparaturarbeiten

  • Bau- oder Sanierungsmaßnahmen

  • Sicherheitsvorfälle oder akute Gefahren

  • Notfallsituationen

  • Präventive Maßnahmen zur Gefahrenvermeidung

  • Veranstaltungen mit erhöhtem Personenaufkommen

Eine Sperrung darf nicht nur die Arbeitsfläche betrachten. Sie muss auch Auswirkungen auf Wegeführung, Barrierefreiheit, Rettungswege, Lieferverkehr und Nutzerinformation berücksichtigen.

Sperrungsmanagement

Anforderung

Managementschwerpunkt

Risikobewertung

Bewertung der Auswirkungen auf Sicherheit, Zugänglichkeit und Betrieb

Beschilderung

Klare Warn-, Richtungs- und Informationshinweise

Alternative Routen

Sichere, erkennbare und möglichst barrierefreie Umleitungen

Physische Absperrungen

Schutz vor unbefugtem Betreten gefährlicher Bereiche

Kommunikation

Rechtzeitige Information an betroffene Campusnutzer

Vor jeder geplanten Sperrung sollte eine kurze Risikobewertung durchgeführt werden. Dabei ist zu klären, wer betroffen ist, welche Wege entfallen, welche Ersatzrouten zur Verfügung stehen und ob besondere Nutzergruppen berücksichtigt werden müssen.

Temporäre Sicherheitsmaßnahmen

Während einer Sperrung müssen temporäre Sicherheitsmaßnahmen wirksam und regelmäßig überprüft werden. Absperrungen dürfen nicht leicht verschiebbar sein und müssen auch bei Dunkelheit, Regen oder hohem Personenaufkommen erkennbar bleiben.

Wichtige Maßnahmen sind:

  • stabile Schutzbarrieren und Absperrungen installieren

  • Warn- und Richtungsschilder gut sichtbar platzieren

  • temporäre Beleuchtung einsetzen, wenn Sichtverhältnisse eingeschränkt sind

  • sichere und verständliche Umleitungsführung bereitstellen

  • Barrierefreiheit der Ersatzwege soweit möglich sicherstellen

  • Wirksamkeit der Sperrung regelmäßig kontrollieren

Bei längeren Sperrungen sind Beschilderung, Wegeführung und Nutzerinformation regelmäßig zu überprüfen. Änderungen im Bauablauf oder in der Nutzung müssen zeitnah angepasst werden.

Barrierefreiheitsmanagement

Barrierefreiheit ist ein wesentlicher Bestandteil eines sicheren und inklusiven Campusbetriebs. Wege, Plätze und Verkehrsflächen müssen so gestaltet und erhalten werden, dass sie von möglichst allen Nutzergruppen sicher und selbstständig genutzt werden können.

Die Ziele sind:

  • gleichberechtigten Zugang zu Gebäuden und Campusbereichen ermöglichen

  • stufenlose und hindernisfreie Bewegungsrouten erhalten

  • Personen mit Mobilitätseinschränkungen, Sehbeeinträchtigungen oder anderen Anforderungen unterstützen

  • Gefahren durch ungeeignete Oberflächen, Steigungen oder Hindernisse reduzieren

  • Barrierefreiheit auch bei temporären Sperrungen berücksichtigen

Merkmale barrierefreier Bereiche

Merkmal

Zweck

Rampen

Zugang für Rollstühle, Rollatoren, Kinderwagen und Transporthilfen

Handläufe

Unterstützung bei Steigungen, Rampen und Treppenbereichen

Rutschhemmende Oberflächen

Verringerung von Rutsch- und Sturzrisiken

Taktile Leitelemente

Orientierung für sehbeeinträchtigte Personen

Barrierefreie Querungen

Durchgängigkeit sicherer und hindernisfreier Routen

Barrierefreie Routen müssen durchgehend nutzbar sein. Eine einzelne Rampe ist nicht ausreichend, wenn der anschließende Weg beschädigt, zu schmal, blockiert oder schlecht beleuchtet ist.

Überwachung der Barrierefreiheit

Die Überwachung der Barrierefreiheit sollte Teil der regulären Inspektionsprozesse sein. Dabei geht es nicht nur um bauliche Merkmale, sondern auch um die tatsächliche Nutzbarkeit im Alltag.

Zu prüfen sind:

  • durchgängige Nutzbarkeit barrierefreier Wege

  • Zustand von Rampen, Übergängen, Bordabsenkungen und taktilen Elementen

  • ausreichende Breite und freie Begehbarkeit

  • Rutschfestigkeit und Ebenheit der Oberflächen

  • Auswirkungen temporärer Sperrungen auf barrierefreie Routen

  • Rückmeldungen von Nutzerinnen und Nutzern

Bei Einschränkungen müssen sichere Alternativen bereitgestellt und klar kommuniziert werden. Barrierefreie Umleitungen dürfen nicht erst nachträglich geplant werden, sondern müssen Bestandteil der Sperrungsplanung sein.

Mängelkategorien

Prioritätsstufe

Beschreibung

Erforderliche Reaktion

Kritisch

Unmittelbares Sicherheitsrisiko

Sofortige Maßnahme

Hoch

Erhebliche betriebliche oder sicherheitsrelevante Beeinträchtigung

Dringende Reparatur

Mittel

Mäßige Verschlechterung ohne akute Gefährdung

Geplante Instandhaltung

Niedrig

Geringer optischer oder funktionaler Mangel

Regelmäßige Wartung

Die Priorisierung muss risikobasiert erfolgen. Entscheidend sind Gefährdungspotenzial, Nutzungsintensität, Standort, betroffene Personengruppen und mögliche Auswirkungen auf den Betrieb.

Meldung und Dokumentation

Ein wirksames Mängelmanagement benötigt klare Meldewege und vollständige Dokumentation. Alle relevanten Informationen müssen so erfasst werden, dass Maßnahmen geplant, nachverfolgt und geprüft werden können.

Erforderlich sind:

  • zentrale Verfahren zur Meldung von Mängeln

  • Inspektionsprotokolle mit Datum, Standort und Prüfer

  • Fotodokumentation bei sichtbaren Schäden

  • digitale oder schriftliche Nachverfolgung von Wartungsaufträgen

  • Nachweise über Reparatur, Prüfung und Abschluss

  • Dokumentation von Unfällen, Beinaheunfällen und wiederkehrenden Mängeln

Die Dokumentation unterstützt nicht nur die Instandhaltung, sondern auch die Nachweisführung im Rahmen der Betreiberverantwortung.

Reaktionsverfahren

Nach Eingang einer Meldung muss der Mangel bewertet, priorisiert und einer verantwortlichen Stelle zugewiesen werden. Kritische Mängel sind sofort zu sichern, auch wenn die endgültige Reparatur erst später erfolgen kann.

Das Verfahren umfasst:

  • Bewertung nach Risiko und Dringlichkeit

  • Zuweisung an interne Teams oder externe Dienstleister

  • temporäre Sicherungsmaßnahmen bis zur Reparatur

  • Überwachung offener Mängel

  • Kontrolle der ausgeführten Arbeiten

  • Freigabe der Fläche nach sicherheitstechnischer Prüfung

Offene Mängel dürfen nicht unbegrenzt im System verbleiben. Für jede Prioritätsstufe sollten Bearbeitungsfristen und Eskalationswege festgelegt sein.

Interne Verantwortlichkeiten

Rolle

Verantwortung

Facility Management

Koordination, Betreiberverantwortung, Einhaltung von Sicherheitsanforderungen

Instandhaltungsteams

Reparaturen, Wartung und vorbeugende Instandhaltung

Sicherheitsbeauftragte

Gefahrenbewertung, Inspektionen und Überwachung von Risiken

Barrierefreiheitskoordination

Prüfung und Sicherstellung barrierefreier Nutzbarkeit

Sicherheitsdienst

Beobachtung von Flächen, Meldung von Gefahren und Unterstützung bei Sperrungen

Klare Zuständigkeiten verhindern Verzögerungen und Informationsverluste. Jede Rolle muss wissen, welche Aufgaben sie übernimmt, wie Mängel gemeldet werden und wann eine Eskalation erforderlich ist.

Verantwortlichkeiten externer Dienstleister

Externe Dienstleister müssen die Sicherheits- und Betriebsanforderungen der Universität einhalten. Dies gilt besonders bei Bau-, Reinigungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten auf Verkehrsflächen.

Dienstleister sind verantwortlich für:

  • sichere Durchführung der beauftragten Arbeiten

  • Einhaltung campusbezogener Sicherheitsvorgaben

  • ordnungsgemäße Absperrung und Beschilderung von Arbeitsbereichen

  • rechtzeitige Meldung von Mängeln, Schäden und Vorfällen

  • saubere Übergabe der Arbeitsflächen nach Abschluss

  • vollständige Dokumentation der ausgeführten Leistungen

Das Facility Management muss Dienstleister einweisen, überwachen und die Qualität der ausgeführten Arbeiten prüfen.

Koordination und Kommunikation

Eine wirksame Steuerung erfordert enge Abstimmung zwischen Facility Management, Sicherheit, Hochschulverwaltung, Veranstaltungsmanagement, Bauabteilung, Dienstleistern und gegebenenfalls Rettungsdiensten.

Die Koordination umfasst:

  • Abstimmung geplanter Arbeiten und Sperrungen

  • Information über Gefahren, Umleitungen und Einschränkungen

  • Überwachung der Leistung externer Auftragnehmer

  • Abstimmung bei Notfällen und sicherheitsrelevanten Ereignissen

  • klare Kommunikationswege für kurzfristige Änderungen

Informationen müssen verständlich, rechtzeitig und zielgruppengerecht bereitgestellt werden. Besonders bei Sperrungen sind Lage, Dauer, Grund und alternative Wege klar zu kommunizieren.

Leistungsüberwachung

Überwachungsbereich

Beispielindikator

Oberflächenzustand

Anzahl und Schwere festgestellter Mängel

Beleuchtungszuverlässigkeit

Reaktionszeit bei Ausfällen

Sicherheitsleistung

Anzahl von Stolper-, Sturz- und Beinaheunfällen

Barrierefreiheit

Ergebnisse von Prüfungen und Nutzerfeedback

Instandhaltungseffizienz

Dauer bis zur Reparatur und Abschlussquote

Die Leistungsüberwachung ermöglicht es, wiederkehrende Schwachstellen zu erkennen. Dadurch können Wartungspläne angepasst, Budgets gezielter eingesetzt und Sicherheitsmaßnahmen verbessert werden.

Verbesserungsmaßnahmen

Kontinuierliche Verbesserung ist ein fester Bestandteil des Facility Managements. Ziel ist es, nicht nur auf Mängel zu reagieren, sondern Ursachen dauerhaft zu reduzieren.

Geeignete Maßnahmen sind:

  • regelmäßige Sicherheitsbegehungen und Audits

  • Auswertung von Unfall- und Störungsmeldungen

  • Anpassung vorbeugender Wartungspläne

  • Bewertung von Nutzerfeedback

  • Verbesserung von Inspektionschecklisten und Meldewegen

  • Schulung von Mitarbeitenden und Dienstleistern

  • Nachkontrolle wiederkehrender Problemstellen

Verbesserungsmaßnahmen sollten dokumentiert und in die operative Planung übernommen werden. So entsteht ein kontrollierter Prozess, der Sicherheit, Barrierefreiheit und Betriebssicherheit langfristig stärkt.