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Inklusive und barrierefreie Hochschule

Facility Management: Hochschulen » FM-Zielbild » Aktuelle Trends » Inklusion und Barrierefreiheit

Sanierungsstau und alter Gebäudebestand im Hochschul-Facility-Management

Inklusive und barrierefreie Hochschulen als aktueller Trend im Facility Management von Universitäten

Inklusive und barrierefreie Hochschulen sind ein zentraler Trend im Facility Management, weil gleichberechtigte Teilhabe nicht allein durch Lehre, Forschung und Verwaltung entsteht, sondern durch einen Campus, der baulich, digital und organisatorisch zuverlässig nutzbar ist. Barrierefreiheit betrifft Zugänge, Wege, Räume, digitale Plattformen, Serviceprozesse, Prüfungsbedingungen, Sicherheit, Instandhaltung, Orientierung und Kommunikation. Für das Universitäts-FM bedeutet dies, Barrierefreiheit nicht als Einzelmaßnahme zu behandeln, sondern als dauerhaftes Qualitätsmerkmal des Campusbetriebs, das geplant, geprüft, instand gehalten, dokumentiert und kontinuierlich verbessert werden muss.

Barrierefreie Hochschulen und inklusive Campuskonzepte

Strategische Bedeutung für das Universitäts-FM

Barrierefreiheit ist eine strategische Managementaufgabe, da sie die Nutzbarkeit des Campus, die Servicequalität, die Sicherheit und die Wahrnehmung der Hochschule als inklusive Institution beeinflusst. Das Facility Management übernimmt dabei eine Schnittstellenfunktion zwischen Hochschulleitung, Bauplanung, IT, Lehrorganisation, Prüfungsämtern, Studierendenservices, Arbeitssicherheit und externen Dienstleistern.

Aus FM-Sicht verbessert Barrierefreiheit nicht nur die Situation einzelner Nutzergruppen. Klare Wegeführung, gut lesbare Beschilderung, zuverlässige Aufzüge, verständliche digitale Informationen und transparente Zuständigkeiten unterstützen Studierende, Beschäftigte, Gäste, internationale Besucherinnen und Besucher, ältere Personen, Menschen mit temporären Einschränkungen und Eltern mit Kinderwagen gleichermaßen.

FM-Perspektive

Bedeutung für die Hochschule

Teilhabe

Gleichberechtigter Zugang zu Studium, Arbeit, Forschung, Verwaltung und Campusleben

Betriebsqualität

Bessere Orientierung, Nutzbarkeit, Sicherheit, Serviceverfügbarkeit und Nutzerführung

Risikomanagement

Reduzierung von Beschwerden, Nutzungsausfällen, Ausschlussrisiken und Betriebsstörungen

Campusentwicklung

Integration von Barrierefreiheit in Neubau, Sanierung, Digitalisierung und Flächenmanagement

Nutzerzufriedenheit

Mehr Autonomie, Vertrauen, Planbarkeit und Servicequalität für alle Campusnutzer

Physische Barrierefreiheit

Physische Barrierefreiheit umfasst alle baulichen und räumlichen Voraussetzungen, damit Gebäude, Außenbereiche und Räume sicher, selbstständig und möglichst ohne fremde Hilfe genutzt werden können. Sie beginnt nicht erst an der Gebäudetür, sondern bereits bei öffentlichen Verkehrsanbindungen, barrierefreien Parkplätzen, Drop-off-Zonen, Campuswegen, Eingangsbereichen und der Orientierung auf dem Gelände.

Das Facility Management muss sicherstellen, dass barrierefreie Funktionen nicht nur vorhanden, sondern dauerhaft betriebsfähig sind. Ein Aufzug, eine automatische Tür, ein taktiles Leitsystem oder ein barrierefreier Sanitärraum erfüllt seinen Zweck nur, wenn Wartung, Reinigung, Störungsmanagement, Beschilderung, Notfallplanung und digitale Information zuverlässig funktionieren.

Bereich

Zentrale Anforderungen

Wege und Außenanlagen

Stufenfreie Routen, rutschhemmende Beläge, ausreichende Breite, Beleuchtung, Sitzmöglichkeiten und witterungsgeschützte Wege

Mobilität und Parken

Barrierefreie Parkplätze, sichere Drop-off-Punkte, Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und klare Routeninformationen

Eingänge und Türen

Schwellenarme Zugänge, automatische Türen, geeignete Öffnungskräfte, erreichbare Kartenleser und Gegensprechanlagen

Aufzüge

Hohe Verfügbarkeit, verständliche Bedienung, Notruf, ausreichende Kabinengröße und schnelle Reparatur bei Störungen

Sanitäranlagen

Barrierefreie Toiletten in sinnvoller Lage, klare Beschilderung, Notruf, ausreichende Bewegungsflächen und regelmäßige Reinigung

Orientierung

Taktile Leitsysteme, visuelle Kontraste, eindeutige Beschilderung, gute Beleuchtung und erkennbare Orientierungspunkte

Sicherheit

Zugängliche Flucht- und Rettungswege, barrierefreie Notausgänge, Evakuierungskonzepte und verständliche Notfallinformationen

Lehr- und Veranstaltungsräume

Rollstuhlplätze, Begleitplätze, Sichtlinien, Bewegungsflächen, erreichbare Arbeitsplätze und flexible Möblierung

Digitale Barrierefreiheit

Digitale Barrierefreiheit ist für Hochschulen unverzichtbar, da viele Prozesse über Websites, Lernplattformen, Prüfungssoftware, Buchungssysteme, Campus-Apps, Raumverwaltungssysteme und digitale Serviceportale laufen. Aus Sicht des Facility Managements betrifft dies insbesondere digitale Informationen zu Gebäuden, Räumen, Öffnungszeiten, Störungen, barrierefreien Routen, Sicherheitsanweisungen, Reinigungs- und Wartungshinweisen sowie Serviceanfragen.

Digitale Inhalte müssen klar strukturiert, verständlich formuliert, aktuell und mit assistiven Technologien nutzbar sein. Raumdaten sollten nicht nur als unstrukturierte PDF-Dateien vorliegen, sondern als durchsuchbare Informationen zu Eingängen, Aufzügen, barrierefreien Toiletten, Sitzplätzen, Hörunterstützung, Beleuchtung, technischer Ausstattung und möglichen Einschränkungen. Ein Praxisbeispiel ist die Universität Hamburg, bei der digitale Zugänglichkeit als Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe in Studium, Verwaltung und Serviceprozessen betrachtet wird.

Digitaler Bereich

FM-relevante Anforderungen

Websites

Barrierefreie Informationen zu Campusservices, Gebäuden, Öffnungszeiten, Störungen und barrierefreien Routen

E-Learning-Plattformen

Strukturierte Inhalte, Untertitel, Tastaturbedienbarkeit, klare Navigation und Screenreader-Kompatibilität

Prüfungssoftware

Nutzbarkeit mit assistiven Technologien, alternative Formate, sichere Zugänge und faire Prüfungsbedingungen

Dokumente und Formulare

Klare Struktur, lesbare Formatierung, barrierefreie Vorlagen und zugängliche Verwaltungsdokumente

Studierendenmanagementsysteme

Zugängliche Anmeldung, Terminplanung, Kommunikation, Prüfungsverwaltung und Serviceinformationen

FM-Serviceportale

Barrierefreie Störungsmeldungen, Serviceanfragen, Raumbuchungen, Beschwerden und Meldung von Unterstützungsbedarfen

Digitale Beschilderung

Kontrastreiche Darstellung, verständliche Sprache, aktuelle Störungsinformationen und gut erkennbare Wegführung

Organisatorische Barrierefreiheit

Organisatorische Barrierefreiheit stellt sicher, dass Prozesse, Zuständigkeiten und Kommunikationswege für alle Nutzerinnen und Nutzer verständlich, erreichbar und verlässlich sind. Viele Barrieren entstehen nicht durch Gebäude, sondern durch unklare Verantwortlichkeiten, komplizierte Verfahren, starre Abläufe, fehlende Informationen oder schwer zugängliche Beschwerdewege.

Das Facility Management sollte klare Kontaktstellen, definierte Reaktionszeiten, barrierefreie Beschwerdekanäle, geregelte Eskalationswege und transparente Serviceprozesse bereitstellen. Besonders wichtig sind schnelle Verfahren bei Aufzugsstörungen, nicht zugänglichen Räumen, defekten Türen, kurzfristigen Raumänderungen, Prüfungen, Veranstaltungen und Notfällen.

Wichtige organisatorische Maßnahmen sind:

  • zentrale Meldestelle für Barrieren, Störungen und Unterstützungsbedarfe

  • barrierefreie digitale, telefonische und persönliche Kontaktmöglichkeiten

  • klare Zuständigkeiten zwischen FM, IT, Prüfungsämtern, Veranstaltungsmanagement und Studierendenservices

  • dokumentierte Reaktionszeiten für kritische Störungen

  • geregelte Eskalationswege bei dringenden Barrieren

  • regelmäßige Auswertung von Beschwerden und Nutzerfeedback

  • frühzeitige Abstimmung mit Behindertenbeauftragten, Disability Services und Arbeitssicherheit

  • transparente Kommunikation bei Bauarbeiten, Sperrungen, Aufzugsausfällen und Raumänderungen

Barrierefreiheit in Lehr- und Prüfungsbereichen

Lehr- und Prüfungsbereiche benötigen besondere Aufmerksamkeit, weil akademische Teilhabe unmittelbar von zugänglichen Räumen, funktionierender Technik und fairen Prüfungsbedingungen abhängt. Hörsäle, Seminarräume, Labore, Lernflächen und Prüfungsräume müssen unterschiedliche Mobilitäts-, Sinnes-, kognitive und technische Bedürfnisse berücksichtigen.

Das FM muss sicherstellen, dass barrierefreie Sitzplätze nicht isoliert oder schlechter nutzbar sind, sondern gleichwertige Teilnahme ermöglichen. Auch Lehrende benötigen stufenfreie Zugänge zu Podien, erreichbare Präsentationstechnik, geeignete Pulte, flexible Raumlayouts, höhenverstellbare Möbel und bedienbare Mediensteuerungen.

Bereich

Anforderungen

Hörsäle und Seminarräume

Barrierefreie Plätze, Begleitplätze, klare Sichtlinien, ausreichende Bewegungsflächen und gute Akustik

Präsentationstechnik

Erreichbare Bedienfelder, Mikrofone, Lautsprecher, Hörunterstützung, stabile Übertragungstechnik und Untertitelungsmöglichkeiten

Labore und Werkstätten

Sichere Bewegungsflächen, erreichbare Geräte, geeignete Bedienhöhen, abgestimmte Assistenzprozesse und sichere Fluchtwege

Prüfungsräume

Ruhige Räume, flexible Möblierung, höhenverstellbare Tische, technische Hilfsmittel, Sichtschutz, Diskretion und gute Beleuchtung

Prüfungsorganisation

Frühzeitige Raumplanung, verlängerte Bearbeitungszeiten, barrierefreie Informationen, Wegführung und verlässliche Betreuung

Digitale Prüfungen

Assistive Software, alternative Dateiformate, stabile Systeme, klare Anleitungen und technische Unterstützung

Barrierefreiheit im Campusleben und in Services

Ein inklusiver Campus umfasst nicht nur Lehrgebäude. Bibliotheken, Mensen, Cafeterien, Außenflächen, Servicecounter, Veranstaltungsorte, Parkplätze, Sportanlagen, Aufenthaltsbereiche und informelle soziale Räume müssen ebenfalls zugänglich sein. Das Facility Management muss gewährleisten, dass Nutzerinnen und Nutzer sich sicher bewegen, Dienstleistungen erreichen, Informationen verstehen und am Campusleben teilnehmen können.

Besonders wichtig sind durchgängige Wegeketten. Eine barrierefreie Bibliothek hilft wenig, wenn der Weg dorthin uneben, schlecht beleuchtet oder durch Baustellen blockiert ist. Ebenso müssen Servicebereiche nicht nur erreichbar, sondern verständlich, diskret, nutzerfreundlich und über mehrere Kommunikationswege zugänglich organisiert sein.

Campusbereich

Anforderungen an Barrierefreiheit

Bibliotheken und Lernzentren

Erreichbare Arbeitsplätze, digitale Hilfsmittel, ruhige Bereiche, zugängliche Counter und unterstützende Serviceprozesse

Mensen und Cafeterien

Stufenfreie Zugänge, erreichbare Ausgaben, klare Speiseinformationen, geeignete Sitzplätze und barrierefreie Bezahlmöglichkeiten

Außenbereiche

Sichere Beläge, Beleuchtung, Sitzgelegenheiten, taktile Orientierung, Wetterschutz und schnelle Beseitigung temporärer Hindernisse

Servicecounter

Erreichbare Tresen, klare Informationen, Diskretion, Hörunterstützung und flexible Terminangebote

Veranstaltungen

Barrierefreie Eingänge, Sitzplätze, Toiletten, Bühnenzugänge, Beschilderung, Notfallplanung und zugängliche Kommunikation

Mobilitätsverbindungen

Öffentliche Verkehrsanbindung, barrierefreie Parkplätze, Drop-off-Punkte, sichere Wege und aktuelle Routeninformationen

Sport- und Aufenthaltsbereiche

Stufenfreie Zugänge, geeignete Umkleiden, nutzbare Aufenthaltsflächen und klare Sicherheitsinformationen

Integration in FM-Planung und Betrieb

Barrierefreiheit muss in den gesamten Lebenszyklus des Facility Managements integriert werden. Sie betrifft Campus-Masterplanung, Neubau, Sanierung, Flächenmanagement, Raumstandards, Beschaffung, Wartung, Reinigung, Sicherheitsmanagement, Beschilderung, digitale Werkzeuge, Veranstaltungsmanagement und Service-Level-Agreements.

Bei Neubauten und Sanierungen sollte Barrierefreiheit von Beginn an berücksichtigt werden, da nachträgliche Anpassungen oft teurer, schwieriger und weniger wirksam sind. Im laufenden Betrieb müssen Audits, Begehungen, Wartungsberichte, Nutzerfeedback, digitale Tests und Maßnahmenlisten eingesetzt werden, um Barrieren systematisch zu erkennen, zu priorisieren und zu beheben.

Zentrale Integrationspunkte im FM-Betrieb sind:

  • Barrierefreiheitsanforderungen in Ausschreibungen, Beschaffung und Vertragsmanagement

  • regelmäßige technische Prüfung von Aufzügen, Türen, Leitsystemen, Beleuchtung und Sanitäranlagen

  • barrierefreie Baustellenplanung mit sicheren Umleitungen und verständlicher Beschilderung

  • Schulung von FM-Beschäftigten, Sicherheitsdiensten, Reinigungskräften und externen Dienstleistern

  • zentrale Dokumentation von Mängeln, Beschwerden, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten

  • Abstimmung zwischen FM, IT, Lehrbereichen, Prüfungsämtern, Arbeitssicherheit und Hochschulleitung

  • Berücksichtigung barrierefreier Anforderungen in Budgetplanung und Investitionsprogrammen

Risiken und Steuerungsmaßnahmen

Barrierefreiheit ist ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements. Wenn Aufzüge ausfallen, digitale Systeme nicht zugänglich sind, Prüfungsräume ungeeignet sind, Zuständigkeiten unklar bleiben oder Baustellen Wege blockieren, können Nutzerinnen und Nutzer von Studium, Arbeit, Dienstleistungen oder Veranstaltungen ausgeschlossen werden.

Risiko

FM-Steuerungsmaßnahme

Aufzugsausfälle

Vorbeugende Wartung, schnelle Reparatur, Alternativrouten, Nutzerinformation und Priorisierung kritischer Gebäude

Blockierte Wege durch Baustellen

Barrierefreie Umleitungen, klare Beschilderung, Baustellenkontrolle und frühzeitige Kommunikation

Nicht zugängliche Prüfungsräume

Frühzeitige Raumplanung, flexible Möblierung, technische Hilfsmittel und Abstimmung mit Prüfungsämtern

Digitale Barrieren

Barrierefreiheitstests, Beschaffungsanforderungen, Korrekturprozesse, Nutzerfeedback und regelmäßige Systemprüfung

Unklare Zuständigkeiten

Definierte Verantwortliche, Eskalationswege, Service-Level-Agreements und zentrale Koordination

Uneinheitliche Standards

Hochschulweite Barrierefreiheitsstandards, regelmäßige Audits und verbindliche Dokumentation

Mängel in Notfallsituationen

Zugängliche Fluchtwege, Evakuierungsplanung, geschultes Personal und klare Notfallkommunikation

Fehlende Aktualität von Informationen

Laufende Pflege digitaler Raum- und Störungsinformationen sowie Abstimmung mit dem operativen Betrieb

Das FM sollte kritische Barrieren nach Dringlichkeit bewerten. Besonders priorisiert werden müssen Störungen, die den Zugang zu Prüfungen, Lehrveranstaltungen, Arbeitsplätzen, Notausgängen, Sanitäranlagen, zentralen Services oder sicherheitsrelevanten Bereichen verhindern.

Qualitätsindikatoren für inklusives und barrierefreies FM

Qualitätsindikatoren helfen dem Facility Management, Barrierefreiheit messbar zu machen und gezielt zu steuern. Sie zeigen, ob Maßnahmen wirksam sind, wo Risiken bestehen und welche Gebäude, Systeme oder Prozesse priorisiert werden müssen.

Relevante Qualitätsindikatoren sind:

  • Anzahl identifizierter Barrieren auf dem Campus

  • Anteil behobener Barrieren

  • Verfügbarkeit von Aufzügen, automatischen Türen und vertikalen Erschließungssystemen

  • Anzahl barrierefreier Lehr- und Prüfungsräume

  • Anzahl durchgängiger barrierefreier Routen

  • Bearbeitungszeit von Störungs- und Beschwerdemeldungen

  • Reaktionszeit bei Unterstützungsanfragen

  • Nutzerzufriedenheit mit barrierefreien Services

  • Barrierefreiheit von Websites, Dokumenten, Formularen und Serviceportalen

  • Verfügbarkeit barrierefreier Dokumente und Vorlagen

  • Testergebnisse digitaler Systeme und Plattformen

  • Anzahl barrierefrei geplanter Veranstaltungen

  • Anteil geschulter FM-Beschäftigter und externer Dienstleister

  • Umsetzungsquote von Barrierefreiheitsmaßnahmen in Sanierungsprojekten

  • Anzahl dokumentierter Nutzerfeedbacks und daraus abgeleiteter Maßnahmen

Diese Kennzahlen sollten regelmäßig ausgewertet und in die FM-Berichterstattung aufgenommen werden. Wenn wiederholt Mängel in bestimmten Gebäuden, digitalen Systemen oder Serviceprozessen auftreten, müssen daraus konkrete Maßnahmen, Budgets, Verantwortlichkeiten und Fristen abgeleitet werden.

Inklusive und barrierefreie Hochschulen sind ein zukunftsorientierter Schwerpunkt im Facility Management, weil sie Teilhabe, Sicherheit, Servicequalität und Campusfunktionalität miteinander verbinden. Eine Hochschule ist nicht bereits barrierefrei, wenn einzelne Rampen, Aufzüge oder digitale Hinweise vorhanden sind. Barrierefreiheit entsteht erst, wenn Gebäude, Wege, Räume, Systeme, Dienstleistungen und Prozesse zuverlässig zusammenwirken. Das Facility Management muss diese Aufgabe strategisch planen, operativ absichern, regelmäßig prüfen und kontinuierlich verbessern, damit der Campus für alle Nutzergruppen gleichwertig, sicher und selbstständig nutzbar bleibt.