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Lager- und Materialmanagement

Facility Management: Hochschulen » IFM » Logistik, interne Dienste und Warenflüsse » Materialmanagement

Materialmanagement für effiziente Lagerung und Warenflüsse an Hochschulen

Lager- und Materialmanagement für Universitäten

Das Lager- und Materialmanagement an Universitäten ist ein wesentlicher Bestandteil des Facility Managements und stellt sicher, dass Verbrauchsmaterialien, Möbel und betriebliche Ressourcen geordnet angenommen, gelagert, verteilt, wiederverwendet und dokumentiert werden.

Lager‑ und Materialmanagement im Campusbetrieb

Zweck des Zentrallagers

Das Zentrallager dient als zentrale Annahme-, Lager- und Verteilstelle für Materialien, Möbel und betriebliche Ausstattung der Universität. Es unterstützt eine kontrollierte Materialversorgung der Fakultäten, Institute, Verwaltungsbereiche, Labore, Veranstaltungsflächen und Serviceeinheiten. Durch eine zentrale Steuerung werden Doppelbestände reduziert, Lagerflächen besser genutzt und interne Lieferprozesse nachvollziehbar organisiert.

Hauptfunktionen

Funktion

Beschreibung

Wareneingang

Annahme, Kontrolle und Dokumentation eingehender Lieferungen

Lagerverwaltung

Geordnete Lagerung von Materialien, Möbeln und Betriebsmitteln

Interne Verteilung

Ausgabe und Lieferung von Materialien an Fachbereiche und Einrichtungen

Bestandskoordination

Überwachung von Lagerbeständen, Bewegungen und Verfügbarkeiten

Wiederverwendungskoordination

Verwaltung wiederverwendbarer Möbel und Materialien

Das Zentrallager muss sicherstellen, dass alle eingehenden und ausgehenden Materialien eindeutig erfasst werden. Jede Lagerbewegung sollte dokumentiert sein, damit Bestand, Standort und Verantwortlichkeit jederzeit nachvollziehbar bleiben.

Ein funktionsfähiges Lagerlayout sollte klare und getrennte Bereiche vorsehen:

  • Lagerzonen für Verbrauchsmaterialien

  • Lagerabschnitte für Möbel

  • Temporäre Zwischenlagerflächen

  • Ausgabe- und Abholbereiche

  • Wareneingangs- und Versandflächen

Die Lagerzonen sollten nach Materialart, Zugriffshäufigkeit, Größe, Gewicht und Sicherheitsanforderungen gegliedert werden. Häufig benötigte Materialien sollten leicht erreichbar gelagert werden, während selten genutzte Gegenstände in weniger zentralen Bereichen untergebracht werden können.

Für einen sicheren und effizienten Lagerbetrieb sind folgende Anforderungen einzuhalten:

  • Eindeutige Beschilderung und Kennzeichnung aller Lagerplätze

  • Festgelegte Verkehrs- und Laufwege

  • Sichere Be- und Entladebereiche

  • Kontrollierter Zugang zu Lagerflächen

  • Ordnungsgemäße Beleuchtung und ausreichende Bewegungsflächen

  • Trennung von Wareneingang, Lagerung und Ausgabe

Zugangsberechtigungen sollten geregelt werden, damit nur autorisierte Mitarbeitende Materialien entnehmen, umlagern oder ausgeben können.

Betriebliche Lagerverfahren

Verfahren

Zweck

Warenprüfung

Kontrolle von Menge, Qualität und Zustand der gelieferten Materialien

Materialregistrierung

Erfassung eingehender Bestände im Inventar- oder Lagersystem

Lagerplatzzuweisung

Zuordnung geeigneter Lagerorte nach Materialart und Nutzung

Interne Ausgabe

Koordination der Bereitstellung oder Lieferung an Fachbereiche

Bestandsabgleich

Vergleich physischer Bestände mit den digitalen Aufzeichnungen

Jede Lieferung sollte bei Ankunft geprüft werden. Abweichungen, Beschädigungen oder fehlende Artikel sind unmittelbar zu dokumentieren und an Einkauf, Lieferantenmanagement oder die zuständige Organisationseinheit weiterzugeben.

Management von Verbrauchsmaterialien

Verbrauchsmaterialien sind regelmäßig genutzte Betriebsmittel, die im universitären Alltag benötigt werden und nach Gebrauch ersetzt werden müssen. Sie unterstützen die tägliche Arbeit in Lehre, Forschung, Verwaltung, Reinigung und Instandhaltung.

Typische Beispiele sind:

  • Bürobedarf

  • Reinigungsmaterialien

  • Druck- und Kopiermaterialien

  • Instandhaltungs- und Werkstattverbrauchsmaterialien

  • Unterrichts- und Präsentationsmaterialien

Der Umfang kann je nach Universität variieren. Wichtig ist, dass alle Verbrauchsmaterialien systematisch kategorisiert, gelagert und nach Bedarf ausgegeben werden.

Die Lagerung von Verbrauchsmaterialien sollte nach klaren Regeln erfolgen:

  • Kategorisierung nach Materialart

  • Kontrollierte Bestandsrotation

  • Eindeutig gekennzeichnete Lagerorte

  • Schutz vor Beschädigung, Feuchtigkeit, Verschmutzung und unbefugtem Zugriff

  • Trennung empfindlicher oder sicherheitsrelevanter Materialien

Materialien mit Haltbarkeitsdatum oder begrenzter Nutzungsdauer sollten nach dem Prinzip „First In, First Out“ verwaltet werden. Dadurch werden ältere Bestände zuerst verwendet und Verluste durch Überlagerung reduziert.

Die Ausgabe von Verbrauchsmaterialien sollte über geregelte Anforderungsprozesse erfolgen:

  • Fachbereiche stellen Materialanforderungen über ein definiertes Verfahren.

  • Anforderungen werden geprüft und bei Bedarf freigegeben.

  • Das Lager stellt die Materialien bereit.

  • Die Ausgabe oder Lieferung wird dokumentiert.

  • Der Bestand wird im System aktualisiert.

Je nach Universitätsstruktur kann die Verteilung über feste Liefertage, Abholtermine oder bedarfsbezogene interne Transporte erfolgen.

Maßnahmen zur Bestandskontrolle

Kontrollmaßnahme

Zweck

Mindestbestände

Vermeidung von Versorgungsengpässen

Nachbestellüberwachung

Sicherstellung rechtzeitiger Beschaffung

Verbrauchserfassung

Analyse des Materialverbrauchs nach Bereichen

Inventurprüfungen

Kontrolle der Richtigkeit von Lagerbeständen

Mindestbestände sollten für häufig benötigte Artikel definiert werden. Bei Erreichen eines festgelegten Schwellenwertes muss eine Nachbestellung ausgelöst oder geprüft werden. Die Verbrauchserfassung hilft, ungewöhnliche Verbrauchsmuster zu erkennen und Budgets besser zu planen.

Das Management von Verbrauchsmaterialien verfolgt folgende Ziele:

  • Sicherstellung einer kontinuierlichen Materialversorgung

  • Reduzierung unnötiger Lagerbestände

  • Verbesserung der Beschaffungsplanung

  • Vermeidung von Materialverschwendung

  • Unterstützung der Budgetkontrolle

  • Sicherstellung transparenter Materialausgaben

Ein gut gesteuertes Verbrauchsmaterialmanagement vermeidet sowohl Engpässe als auch überhöhte Lagerbestände.

Möbel-Lagermanagement

Die Möbellagerung unterstützt den Universitätsbetrieb bei Renovierungen, Umzügen, Raumänderungen, Veranstaltungsaufbauten und organisatorischen Anpassungen. Sie stellt sicher, dass nutzbare Möbel gesichert, dokumentiert und bei Bedarf erneut verwendet werden können.

Ein strukturiertes Möbellager verhindert ungeordnete Abstellungen in Fluren, Kellern oder Technikräumen und schützt die Universität vor Verlusten, Beschädigungen und unnötigen Neubeschaffungen.

Arten verwalteter Möbel

Möbelkategorie

Beispiele

Akademische Möbel

Seminartische, Stühle, Hörsaalmobiliar

Büromöbel

Schränke, Arbeitsplätze, Besprechungstische

Veranstaltungsmöbel

Klappstühle, mobile Tische, temporäre Ausstattung

Spezialmöbel

Labortische, Bibliotheksregale, Sonderausstattungen

Spezialmöbel sollten gesondert erfasst werden, da sie häufig besondere Anforderungen an Transport, Lagerung oder Wiederverwendung haben.

Vor der Einlagerung sind folgende Schritte durchzuführen:

  • Reinigung der Möbel

  • Sichtprüfung auf Schäden und Nutzbarkeit

  • Kennzeichnung mit Inventar- oder Lageretiketten

  • Erfassung im Inventarsystem

  • Demontage, falls dies aus Platz- oder Sicherheitsgründen erforderlich ist

Beschädigte Möbel sollten nicht ungeprüft eingelagert werden. Es ist festzulegen, ob eine Reparatur wirtschaftlich sinnvoll ist oder ob eine Aussonderung vorbereitet werden muss.

Geeignete Lagerbedingungen sind entscheidend für den Werterhalt:

  • Trockene und sichere Lagerumgebung

  • Geordnete Stapelung und Aufstellung

  • Schutz vor Stoßschäden, Feuchtigkeit und Verschmutzung

  • Stabile Lagerung schwerer Gegenstände

  • Freihaltung von Verkehrs- und Fluchtwegen

Möbel sollten so gelagert werden, dass sie ohne unnötiges Umlagern erreichbar bleiben. Besonders häufig benötigte Möbel sind bevorzugt in gut zugänglichen Bereichen zu platzieren.

Die Ausgabe von Möbeln erfolgt über einen geregelten Prozess:

  • Ein Fachbereich stellt eine Anforderung.

  • Die Verfügbarkeit wird geprüft.

  • Der Zustand des Möbels wird vor Ausgabe kontrolliert.

  • Die Freigabe erfolgt durch die zuständige Stelle.

  • Transport und Übergabe werden koordiniert.

  • Das Inventarsystem wird aktualisiert.

Dadurch bleibt nachvollziehbar, welche Möbel an welchen Bereich übergeben wurden.

Beim Möbel-Lagermanagement sind folgende Punkte besonders zu berücksichtigen:

  • Optimale Nutzung der Lagerfläche

  • Schutz werthaltiger Ausstattung

  • Gute Zugänglichkeit für Entnahme und Transport

  • Überwachung der Lagerdauer

  • Regelmäßige Prüfung auf Wiederverwendbarkeit

Lange Lagerzeiten sollten überprüft werden. Möbel, die dauerhaft nicht nachgefragt werden, sollten für Wiederverwendung, Reparatur, Verwertung oder Aussonderung bewertet werden.

Bedeutung der Wiederverwendung an Universitäten

Das Wiederverwendungsmanagement unterstützt Nachhaltigkeit, Kostenkontrolle und verantwortungsvolle Ressourcennutzung. Durch die erneute Nutzung von Möbeln und Materialien wird die Lebensdauer vorhandener Ausstattung verlängert, während Beschaffungskosten und Abfallmengen reduziert werden.

Für Universitäten ist dies besonders relevant, da häufig Räume umgestaltet, Arbeitsplätze verlegt oder Projekte beendet werden. Viele Gegenstände bleiben nutzbar und können anderen Bereichen zur Verfügung gestellt werden.

Wiederverwendungsprozess

Prozessschritt

Beschreibung

Sammlung

Identifikation nicht mehr benötigter, aber nutzbarer Gegenstände

Prüfung

Bewertung von Zustand, Sicherheit und Verwendbarkeit

Registrierung

Aufnahme in ein Wiederverwendungsinventar

Wiederverteilung

Zuweisung an anfordernde Fachbereiche oder Einrichtungen

Entsorgungsentscheidung

Aussonderung nicht mehr nutzbarer Gegenstände

Der Prozess sollte klar dokumentiert sein, damit verwendbare Gegenstände nicht unnötig entsorgt oder neu beschafft werden.

Die interne Wiederverteilung kann folgende Maßnahmen umfassen:

  • Weitergabe überschüssiger Möbel an andere Fachbereiche

  • Temporäre Bereitstellung von Ausstattung für Projekte oder Veranstaltungen

  • Unterstützung bei Umzügen und Raumänderungen

  • Nutzung vorhandener Bestände vor Neubeschaffung

Vor jeder Neubeschaffung sollte geprüft werden, ob ein passender Gegenstand im Wiederverwendungsbestand verfügbar ist.

Ein funktionierendes Wiederverwendungsmanagement bietet mehrere Vorteile:

  • Reduzierung von Entsorgungsmengen

  • Senkung des Beschaffungsbedarfs

  • Unterstützung einer kreislauforientierten Ressourcennutzung

  • Verbesserung der Nachhaltigkeitsbilanz der Universität

  • Sichtbare Förderung verantwortungsvoller Facility-Management-Prozesse

Dokumentationsanforderungen: Für eine transparente Wiederverwendung sind folgende Dokumente und Datensätze erforderlich:

  • Übergabe- und Umlagerungsnachweise

  • Zustandsberichte

  • Genehmigungen zur Neuzuordnung

  • Aktualisierungen im Inventarsystem

  • Dokumentation von Reparatur- oder Aussonderungsentscheidungen

Die Dokumentation stellt sicher, dass Eigentumszuordnung, Standort und Zustand jederzeit nachvollziehbar bleiben.

Transparenz im Materialmanagement

Transparenz im Materialmanagement schafft Nachvollziehbarkeit, Verantwortlichkeit und Kontrolle über Lagerbestände, Materialbewegungen und interne Ausgaben. Sie unterstützt wirtschaftliches Handeln und erleichtert Prüfungen, Budgetplanung und operative Entscheidungen.

Ohne transparente Prozesse entstehen Risiken wie Doppelbestellungen, unklare Bestände, Verlust von Materialien und unzureichende Kostenzuordnung.

Transparenzmaßnahmen

Maßnahme

Funktion

Inventardatenbanken

Zentrale Erfassung und Verfolgung von Materialien

Asset-Kennzeichnung

Eindeutige Identifikation und Rückverfolgbarkeit

Berichtssysteme

Sichtbarkeit von Beständen, Bewegungen und Verbräuchen

Zugangskontrolle

Überwachung autorisierter Entnahmen und Handhabungen

Eine zentrale Datenbasis ist besonders wichtig, damit Facility Management, Einkauf, Fachbereiche und Verwaltung mit denselben Informationen arbeiten.

Inventarberichte - Regelmäßige Berichte sollten folgende Informationen enthalten:

  • Aktuelle Lagerbestände

  • Materialbewegungen

  • Verbrauchswerte nach Bereichen

  • Wiederverwendungs- und Umverteilungsdaten

  • Abweichungen zwischen physischem und digitalem Bestand

Diese Berichte unterstützen Planung, Nachbestellung, Budgetkontrolle und Flächenmanagement.

Nutzerkommunikation - Eine klare Kommunikation mit den Nutzenden verhindert Missverständnisse und Verzögerungen. Wichtige Kommunikationsinhalte sind:

  • Verfügbarkeit von Materialien oder Möbeln

  • Status von Anforderungen

  • Genehmigungs- und Lieferinformationen

  • Hinweise zu Abhol- oder Lieferterminen

  • Informationen zur Materialzuteilung

Die Kommunikation sollte über einheitliche Kanäle erfolgen, zum Beispiel über ein Ticketsystem, ein Bestellportal oder definierte Kontaktstellen.

Transparente Materialprozesse unterstützen interne Kontrollen und externe Prüfungen. Dazu gehören:

  • Überprüfung von Inventarbeständen

  • Nachweis ordnungsgemäßer Materialbewegungen

  • Dokumentation von Zuständigkeiten

  • Bereitstellung prüffähiger Unterlagen

  • Kontrolle von Zugriffen und Freigaben

Ein sauber dokumentiertes Materialmanagement reduziert organisatorische Risiken und stärkt die Rechenschaftsfähigkeit der Universität.

Inventarmanagement

Das Inventarmanagement stellt sicher, dass Materialien, Möbel und Verbrauchsgüter korrekt erfasst, überwacht und dokumentiert werden. Es bildet die Grundlage für verlässliche Bestandsführung, wirtschaftliche Beschaffung, interne Verrechnung und langfristige Nutzung von Ressourcen.

Ein funktionierendes Inventarmanagement ermöglicht schnelle Auskunft über Menge, Standort, Zustand und Verfügbarkeit von Gegenständen.

Inventarkategorien

Inventartyp

Beschreibung

Verbrauchsmaterialbestand

Regelmäßig genutzte betriebliche Materialien

Möbelinventar

Bewegliche Möbel und Ausstattung

Wiederverwendungsinventar

Erneut einsetzbare Materialien und Möbel

Betriebsmaterialien

Allgemeine Materialien für Facility-Management-Aufgaben

Die Kategorien sollten eindeutig definiert werden, damit Materialien korrekt zugeordnet und ausgewertet werden können.

Die Registrierung umfasst:

  • Barcode-, QR-Code- oder Asset-Kennzeichnung

  • Digitale Erfassung im Inventarsystem

  • Zuordnung eines Lager- oder Nutzungsortes

  • Erfassung von Zustand, Menge und Verantwortlichkeit

  • Dokumentation relevanter Beschaffungs- oder Übergabedaten

Eine einheitliche Kennzeichnung erleichtert die spätere Suche, Prüfung und Umlagerung.

Die laufende Überwachung beinhaltet:

  • Aktualisierung von Beständen bei Wareneingang und Ausgabe

  • Nachverfolgung von Materialbewegungen

  • Analyse von Verbrauch und Nutzung

  • Kontrolle von Mindestbeständen

  • Identifikation von nicht genutzten oder überlagerten Beständen

Die Überwachung sollte regelmäßig erfolgen, nicht nur im Rahmen einer jährlichen Inventur.

Physische Bestandsprüfungen dienen der Kontrolle der Datenqualität. Sie umfassen:

  • Geplante Bestandsaufnahmen

  • Vergleich von Systembestand und tatsächlichem Bestand

  • Identifikation von Abweichungen

  • Klärung von Fehlmengen oder Fehlbuchungen

  • Korrektur und Freigabe der bereinigten Daten

Abweichungen sollten dokumentiert und analysiert werden, damit wiederkehrende Fehler im Prozess behoben werden können.

Digitale Inventarsysteme

Systemfunktion

Zweck

Bestandsverfolgung

Überwachung aktueller Mengen und Verfügbarkeiten

Standortverfolgung

Identifikation von Lager- und Nutzungsorten

Berichtsfunktionen

Erstellung operativer und strategischer Auswertungen

Anforderungsmanagement

Unterstützung von Materialanforderungen und Freigaben

Digitale Systeme sollten benutzerfreundlich, aktuell und für die relevanten Rollen zugänglich sein. Schnittstellen zu Einkauf, Facility Management oder Finanzverwaltung können die Prozessqualität verbessern.

Leistungskennzahlen des Inventarmanagements

  • Bestandsgenauigkeit

  • Materialverfügbarkeit

  • Umschlagshäufigkeit von Materialien

  • Nutzungsquote wiederverwendeter Gegenstände

  • Auslastung der Lagerkapazität

Diese Kennzahlen helfen, Schwachstellen zu erkennen und Verbesserungen messbar zu machen.

Operative Rollen

Rolle

Verantwortung

Lagerleitung

Gesamtverantwortung für Lagerbetrieb, Sicherheit und Organisation

Inventarkoordination

Bestandskontrolle, Datenpflege und Berichtswesen

Logistikpersonal

Materialtransport, Einlagerung, Ausgabe und Umlagerung

Facility-Management-Team

Operative Koordination mit Gebäuden, Nutzern und Services

Fachbereichsvertretungen

Materialanforderungen, Bedarfsprüfung und Empfangsbestätigung

Jede Rolle sollte klare Aufgaben, Befugnisse und Meldewege haben. Unklare Zuständigkeiten führen zu Verzögerungen, Fehlbeständen und unvollständiger Dokumentation.

Das Lager- und Materialmanagement erfordert eine enge Abstimmung mit:

  • Einkaufseinheiten

  • Facility-Management-Abteilungen

  • Akademischen Fachbereichen

  • Verwaltungsstellen

  • Nachhaltigkeitsteams

Die Koordination sollte über geregelte Prozesse, feste Ansprechpartner und dokumentierte Freigaben erfolgen. Besonders bei größeren Umzügen, Sanierungen oder Veranstaltungen ist eine frühzeitige Abstimmung erforderlich, damit Materialien, Möbel und Transportkapazitäten rechtzeitig verfügbar sind.

Die kontinuierliche Verbesserung dient dazu, Lagerprozesse effizienter, transparenter und nachhaltiger zu gestalten. Wichtige Ziele sind:

  • Verbesserung der Bestandsgenauigkeit

  • Steigerung der Lagereffizienz

  • Reduzierung von Materialverschwendung

  • Erhöhung der Wiederverwendungsquote

  • Optimierung interner Verteilprozesse

  • Verbesserung der Servicequalität für Fachbereiche und Verwaltung

Diese Ziele sollten regelmäßig überprüft und mit messbaren Kennzahlen verbunden werden.

Verbesserungsmaßnahmen

Maßnahme

Ziel

Prozessprüfungen

Verbesserung operativer Arbeitsabläufe

Mitarbeiterschulungen

Verbesserung von Handhabung, Sicherheit und Inventarpflege

Systemaktualisierungen

Verbesserung der digitalen Bestandsverfolgung

Datenanalyse

Unterstützung von Planung, Prognosen und Nachbestellungen

Verbesserungsmaßnahmen sollten praxisnah umgesetzt werden. Beispiele sind die Vereinfachung von Materialanforderungen, die Einführung klarerer Lagerplatzkennzeichnungen, regelmäßige Schulungen zur Inventarführung oder die Auswertung von Verbrauchsdaten zur besseren Beschaffungsplanung.